Auto & Flotte

AUTOHANDEL | 21.03.2012

Alfa setzt auf Angriff

Die italienische Traditionsmarke Alfa Romeo strebt nun auch ins Flottengeschäft. Das Kompaktmodell Giulietta soll mit der erstmals angebotenen Kombination aus Dieselantrieb und dem neuen Automatikgetriebe TCT den Weg bereiten.

Foto: Alfa Romeo

Schicker Italiener: der Alfa Romeo Giulietta - auch als Dienstwagen interessant.

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Seit fünf Monaten ist Marco van Aalten Chef von Alfa Romeo in der Deutschlandzentrale in Frankfurt am Main. Und der Niederländer hat in dieser Zeit ganz offensichtlich Markt und Marke genau analysiert: „Bei den Dienstwagennutzern, den sogenannten User Choosern, haben wir noch großes Potenzial". Kleinere Fuhrparks bis 20 Einheiten will van Aalten verstärkt ins Visier nehmen: „Da gehen wir mit unseren Vertriebspartnern aktiv ran. Wir wollen einen Fuß in die Tür bekommen!"

Doch leichter gesagt als getan: Alfa Romeo gilt bislang eher als Hersteller für überzeugte Fans als für Firmenparkplätze. Nach einem besseren Jahr 2011 mit einer Absatzsteigerung gegenüber 2010 um 21,6 Prozent auf 10.480 Einheiten, liegt die kleine, aber feine Fiat-Tochter nach den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres mit 19,4 Prozent im Minus.

Nur noch zwei Modelle im Portfolio


Zudem ist die Produktion des Mittelklassemodells 159 eingestellt, der Handel setzt derzeit nur noch einige „Restposten" ab. Limousine und Sportwagon verfügten im schmalen Portfolio, das nun lediglich aus dem Kleinwagen Mito und der kompakten Giulietta besteht, noch über das größte Flottenpotenzial - doch über einen Nachfolger wird in den diversen Internetforen erst für 2014 spekuliert.

Auch die weitere Blutauffrischung für die ruhmreiche Mailänder Marke lässt in Form eines von der neuen Schwestermarke Jeep abgeleiteten SUV noch wenigstens bis nächstes Jahr auf sich warten.

Getriebe als Hoffnungsträger


So ist das vom Fiat-Konzern selbst entwickelte und produzierte Doppelkupplungsgetriebe mit dem Kürzel TCT, das nun erstmals in der Giulietta angeboten wird, Alfas großer Hoffnungsträger für das laufende Geschäft. Schließlich ist bei den anvisierten Flottenkunden Diesel plus Automatik erste Wahl.

Die Kombination aus dem bewährten 2,0-Liter-Top-Diesel (125 kW/170 PS) und dem schnell und übergangslos schalteten Aggregat könnte tatsächlich manch heimlichen „Alfisti" unter den Dienstwagenfahrern begeistern, der Normverbrauchswert von 4,5 Litern (CO-2-Emission: 119 g/km) dabei den Fuhrparkmanager überzeugen.

1.800 Euro Aufpreis gegenüber Handschaltung


Der Aufpreis gegenüber dem Sechsgang-Handschaltgetriebe beträgt 1.800 Euro. Der Alfa Romeo Giulietta 2,0 JTD 16 V TCT, der ausschließlich in der Top-Ausstattung „Turismo" angeboten wird, kostet damit 28.900 Euro. Zudem steht das neue Getriebe auch für den gleich starken 1,4-Liter-Benziner (26.000 Euro) zur Verfügung.

Bernd Nusser

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