Donnerstag 17.05.2012
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Auto & Flotte

Architektenentwurf: Im Oktober soll das 85 Meter lange Autohaus der Delta GmbH in Wiesbaden stehen.
Die Branche darbt seit geraumer Zeit und kämpft nun mit den Nachwirkungen der Abwrackprämie. Der Markt für Pkw-Neuzulassungen brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 25 Prozent ein. Genaue Zahlen wird das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg in den nächsten Tagen bekannt geben.
4.000 Quadratmeter in bester Gewerbelage
Da grenzt es fast schon an ein Wunder, wenn ein Händler in diesen Tagen in einen neuen Standort investiert - erst recht, wenn er Opel-Händler ist. Shahriar Pirzadeh hat den Mut. Der Inhaber der Delta Automobile GmbH will im Oktober auf Wiesbadens Automeile an der Mainzer Straße seinen neuen Vorzeigebetrieb eröffnen.
4.000 Quadratmeter Gründstück in bester Gewerbelage, ein 85 Meter langes Gebäude mit auffälliger Wechselbeleuchtung, 1.450 Quadratmeter Verkaufsfläche, 2.900 Quadratmeter Gesamtfläche inklusive Servicebetrieb und Bistro, 4,5 Millionen Euro Investition, so lauten die Eckdaten des Projekts.
Ehrgeiziges Vorhaben
„Wer nichts wagt, darf sich auch nicht Unternehmer nennen", sagt der seit 2005 mit den Marken Opel, Ford und Chevrolet bereits im Wiesbadener Stadtteil Kastel erfolgreiche Händler lapidar und sein Geschäftsführer Jörg Enderlein ist überzeugt: „Der Standort ist sehr gut, von hier aus können wir auch das Wiesbadener Hinterland erobern - und Opel gehört die Zukunft."
Das Vorhaben ist jedenfalls ehrgeizig: Eines der „attraktivsten Opel-Autohäuser Europas mit Vorbildfunktion für weitere Neuinvestitionen" soll an der stark befahrenen Einfallstraße in der Landeshauptstadt entstehen, wo sich schon Volkswagen-, Audi-, Porsche- und Toyota-Händler angesiedelt haben.

Im Oldtimer zum Spatenstich: Opel-Chef Nick Reilly, Autohändler Shahriar Pirzadeh und Markenbotschafter Jochen Winkelhock (von links).
Autobauer sucht 250 neue Ingenieure
Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2009 ist der Engländer stets um positive Nachrichten bemüht. Das neueste Lebenszeichen des angeschlagenen Autobauers: „Opel stellt für sein internationales Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 250 Ingenieure ein.
„Wir stehen vor großen Aufgaben", erklärt Reilly mit Blick auf die elf Milliarden Euro schwere Modelloffensive, die vorsieht bis 2014 rund 80 Prozent der Fahrzeugpalette zu erneuern. Im Werk Rüsselsheim seien für die Insignia-Produktion Sonderschichten geplant und auch im polnischen Gleiwitz, wo der Astra von den Bändern läuft, sind bis Juni 17 Extraschichten vorgesehen.
„Wir haben ja keine eigenen Niederlassungen, wie andere Hersteller und verlassen uns zu 100 Prozent auf unsere Partner - und unsere 470 Händler mit insgesamt mehr als 1.900 Standorten engagieren sich stark", ergänzt Vertriebsdirektor Michael Klaus.
Bernd Nusser
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