Auto & Flotte

AUTOHANDEL | 16.02.2012

Subaru ist auf Händlersuche

Der japanische Allradspezialist Subaru will mit weiteren Verkaufsstandorten und neuen Produkten den Wachstumskurs einschlagen.

Foto: Subaru

Ist um ein weiterhin gutes Verhältnis zu den Händlern bemüht: Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Volker Dannath.

+

Volker Dannath wohnt im beschaulichen Bayern. Seinen Arbeitsplatz hat der Geschäftsführer der Subaru Deutschland GmbH allerdings im hessischen Friedberg. „Kein Problem", sagt der erfahrene Automobilmanager, „ich bin ohnehin die meiste Zeit unterwegs". Bei Subaru, dem japanischen Allradspezialisten, ist die Händlerbetreuung nämlich Chefsache. „Wir pflegen ein intensives Verhältnis zu unseren Partnern", erklärt Dannath, der vor seinem Engagement bei der Importeursmarke Vorstandsvorsitzender der Schwabengarage, einem der größten Autohändler Deutschlands, war und daher die Bedürfnisse und Nöte des Handels natürlich bestens kennt.

14 Mal in Folge bei Umfrage vorn


Das in der Branche schon sprichwörtlich gute Verhältnis der Verkäufer mit der Zentrale hat übrigens Tradition. Aus dem jährlich erhobenen „Dealer-Satisfaction-Index" gehen die Subaru-Partner nun bereits zum 14. Mal in Folge als die mit ihrem Hersteller zufriedensten Händler hervor.

Doch Volker Dannath besucht nicht nur seine Händler, er sucht auch seit seinem Amtsantritt im Januar 2011 stets neue: „Wir wollen vor allem in städtischen Gebieten unser Netz ausbauen", erklärt der einst auch für die französischen Marken Peugeot und Renault tätige Vollblut-Autoverkäufer. 16 neue Standorte kamen in 2011 immerhin hinzu, zuletzt wurden die „offenen Punkte" in Chemnitz, Flensburg und Dortmund geschlossen und bis 2015 soll die Zahl der Subaru-Betriebe von derzeit 220 auf 280 ansteigen.

Drei Neuheiten in diesem Jahr


Dass mehr Flaggen mit dem Firmenlogo nicht automatisch mehr Zulassungen bedeuten, weiß auch Dannath und so beleben die Japaner das Geschäft, das im vergangenen Jahr besonders unter den Lieferengpässen durch die Katastrophe in Fukushima litt, endlich auch mit neuen Produkten. In diesem Jahr stehen gleich drei Neuheiten auf dem Programm: der kompakte Geländewagen XV, die Neuauflage des Kompaktwagens Impreza und das Sportcoupé BRZ.

Damit sollen die bescheidenen Verkaufszahlen von 2011 (6.210 Einheiten; minus 20 Prozent gegenüber Vorjahr) endgültig der Vergangenheit angehören. Für 2012 sind wenigstens 10.000 Zulassungen geplant; mittelfristig sollen es 20.000 Fahrzeuge pro Jahr werden.

Subaru steigt mit dem XV ins Trendsegment ein


Foto: Subaru

Soll neue Kunden für die Marke erschließen: der Subaru XV.

+

Den Anfang der kleinen „Modelloffensive" macht der XV, der am 17. März in die Verkaufsräume rollt und vom ungebremsten Wachstum der Kategorie „Kompakt-SUVs" profitieren soll.

Dass ausgerechnet der Allradprotagonist so spät in dieses vom VW Tiguan dominierte Segment einsteigt, fischt die Japaner nicht an. Subaru setzt selbst beim Basismodell, dem 1,6-Liter-Benziner (84 kW/114 PS) für 21.600 Euro auf den permanenten Antrieb aller vier Räder. Eine „abgespeckte" Version mit Frontantrieb, wie sie die Konkurrenten vielfach erfolgreich anbieten, ist nicht vorgesehen. „Wir liegen mit unserem Einstiegspreis samt Allrad auf dem Niveau der Wettbewerber mit Zweiradantrieb", sagt Volker Dannath selbstbewusst.

Sparsamer Diesel


Neben einem 2,0-Liter-Benziner (110 kW/150 PS; ab 23.700 Euro) steht hierzulande vor allem der 108 kW/147 PS starke 2,0-Liter-Diesel zu Preisen ab 26.700 Euro im Blickpunkt. Der Motor soll im Normverbrauch mit 5,6 Litern auskommen und Subaru-Technik-Teamleiter Markus Nolte versichert: „Ich habe das Fahrzeug einige Wochen getestet und kam in der Praxis nie über sieben Liter." Allerdings stehen für den Selbstzünder weder das Automatikgetriebe noch die Start/Stopp-Funktion zur Verfügung.

Getestet haben den XV auch bereits die nationalen Fachjournalisten. Im winterlichen Willingen spielte der 4,45 Meter lange Wagen seine Traktionsvorteile auf schnee- und eisbedeckten Straßen locker aus. Am nächsten Wochenende dürfen nun die Händler zum Probelauf im Sauerland ran, um sich von den Qualitäten des Neulings zu überzeugen - und natürlich, um den Kontakt mit dem Hersteller weiter zu pflegen.

Bernd Nusser

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:
Twitter Facebook
LinkedIn

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Twitter

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 10/2014

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

RETAIL ROADSHOW 2015

Retail Roadshow

Erleben Sie die Local Heroes des
New Yorker Handels gemeinsam mit uns
vom 22-26. März 2015.
Infos und Anmeldung »

 

Weiterbilden. Netzwerken. Horizont Erweitern




Management-Kurse mit Hochschulzertifikat - praxisnah, auf wissenschaftlichem Qualitätsniveau

Zum Kursangebot »



Das Premium-Seminar zu aktuellen Themen der Branche - mit Hochschulzertifikat

Mehr Informationen »

 

Zahl des Monats