Auto & Flotte

AUTOHANDEL | 26.08.2010

Renault will die Pole Position

Der französische Automobil-Hersteller Renault möchte seinen Marktanteil in Deutschland weiter ausbauen - und am liebsten wieder Importeur Nummer 1 werden.

Foto: Renault/Dacia

Preisbrecher im Geländewagen-Segment: der Dacia Duster.

+

Eigentlich stand Renault für preisgünstige Fahrzeuge - bis die eigene Konzerntochter Dacia zum Höhenflug ansetzte. Insbesondere im vergangenen Jahr der Abwrackprämie erlebten die Händler, die häufig beide Marken führen, wie die Kunden in die Showrooms des rumänischen Preisbrechers wechselten.

6 Prozent Marktanteil angepeilt


Der rasante Aufstieg von Dacia habe zuletzt die Kapazitäten von Renault Deutschland gebunden, jetzt wolle man die Kernmarke Renault wieder mehr in den Fokus rücken, wie Vorstandsmitglied Reinhard Zirpel erklärt. Ihren Marktanteil wollen die Franzosen von derzeit 4,2 noch in diesem Jahr auf 4,5 Prozent verbessern - und mittelfristig sind 6 Prozent geplant.

Unausgesprochen erhofft man sich in der Deutschland-Zentrale natürlich auch, den Titel „Pkw-Importmarke Nummer 1" wieder von Skoda zurückzuerobern. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres liegen die Tschechen mit 75.223 Zulassungen vor Renault (70.888).

Neue Spaßmobile


Dazu fahren die Franzosen in diesem Herbst gleich eine ganze Armada an Spaßmobilen vor: Vom ersten zweisitzigen Roadster mit pfiffigen Dachkonzept namens Wind über die Neuauflage des Megane Cabriolets bis zu den sportlich getrimmten Editionen für Twingo, Clio und Megane.

Hauptumsatzbringer und Shootingstar in der Produktpalette ist allerdings aktuell der Kompaktvan Scenic mit einem bis Juli aufgelaufenen Zulassungsplus von 153,8 Prozent auf 14.335 Einheiten.

Dacia Duster macht von sich reden


Doch trotz aller Bemühungen um das Renault-Renommee macht derzeit weiterhin ein Dacia von sich reden. Seit wenigen Wochen ist der Geländewagen Duster auf dem Markt - und schon bis Februar 2011 ausverkauft. Im Juli schaffte der erste SUV aus rumänischer Fertigung mit 1.264 Verkäufen auf Anhieb den Sprung auf Platz 5 im Segment hinter so namhaften und etablierten Wettbewerbern wie dem VW Tiguan (3.151), BMW X 1 (2.352), Audi Q 5 (2.105) und dem Ford Kuga (1.446).  Und wenn Dacia liefern könnte, wäre dem Wagen auch ein Platz auf dem Siegertreppchen zuzutrauen.

Konkurrenzloser Kampfpreis


Mit seinem konkurrenzlosen Kampfpreis von 11.900 Euro (damit kein Zweifel aufkommt: inklusive Mehrwertsteuer) für den Frontantrieb mit 77 kW/105 PS-Benzinmotor lockt der Duster die Kunden, die sich dann in der Regel für eine höherwertige Ausstattung, den seit Juni bestellbaren, zuschaltbaren Allradantrieb und den Dieselmotor (wahlweise 63 kW/86 PS, 79 kW/107 PS und 81 kW/110 PS) entscheiden.
 
Denn selbst in der Top-Ausstattung „Prestige", unter anderem mit Lederausstattung, hört der Duster bei 18.200 Euro da auf, wo die Preisliste der Wettbewerber erst beginnt. Wer als Händler einen robusten Allradler für spezielle Alltagsaufgaben sucht, scharf kalkuliert und auf Prestige und Status verzichten kann, liegt, das zeigte ein erster Test von Der Handel, genau richtig. Er muss derzeit nur Geduld mitbringen, bis der Wagen ausgeliefert wird.  

Bernd Nusser

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 1/2012

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

Frage des Tages - jetzt abstimmen!

Schlecker ist insolvent. Ist die Drogeriekette noch zu retten?

Nein, so will heute niemand mehr einkaufen.
Ja, mit einem radikalen Gesundschrumpfen.
Mal sehen. Erst einmal muss ein neues Konzept her.
Zur Ergebnissseite »

 

Jobbörse

Sie suchen einen neuen Job im Handel? Wir bieten Ihnen tausende von Angeboten.

Jetzt suchen »

Powered by monster.de