Donnerstag 17.05.2012

Finanzen & Karriere

ARBEITNEHMERRECHTE | 10.02.2010

Verdi verhandelt mit Schlecker

Die Gewerkschaft Verdi will mit der Drogeriemarktkette Schlecker über einen Sozialtarifvertrag mit Beschäftigungssicherung verhandeln. Das Unternehmen signalisiert Bereitschaft.

Schlecker: 2.000 Jobs gingen durch die Schließung kleinerer Filialen verloren. Foto: M. Göz

Schlecker: 2.000 Jobs gingen durch die Schließung kleinerer Filialen verloren

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Die Aufnahme von Verhandlungen habe die Tarifkommission der Verdi-Mitglieder im Unternehmen beschlossen, teilte die Gewerkschaft mit. Schlecker habe bei einem Sondierungsgespräch Gesprächsbereitschaft signalisiert. Am Mittwoch war das Unternehmen zunächst nicht zu erreichen.

Verdi fordert den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bei der Neuausrichtung des Konzerns. Die Gewerkschaft befürchtet, dass durch die angekündigte Schließung von 500 kleinen Filialen Mitarbeiter entlassen werden. Diese Mitarbeiter sollten laut Verdi zu gleichen Bedingungen in den neuen Großfilialen weiter beschäftigt werden.

Auch eine Tarifbindung an die Einzelhandelstarifverträge für die Beschäftigten aller Vertriebsformen soll durchgesetzt werden.

Verdi: "2.000 Jobs wurden gestrichen"


Bislang sind nach Verdi-Angaben durch die Schließung von kleineren Filialen bereits 2.000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Rund 1.500 Beschäftigte arbeiten mittlerweile in den neuen Großfilialen, allerdings zu schlechteren Bedingungen.

"Schleckers Strategiewechsel zu XL hat zu Nachteilen in XL-Größe für die Beschäftigten geführt. Nur durch entsprechende Tarifverträge können wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane.

Schlecker hat im Geschäftsjahr 2009 einen leichten Umsatzrückgang verbucht. Das Unternehmen erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 7,2 Milliarden Euro, im Jahr 2008 lag der Umsatz noch bei 7,4 Milliarden Euro.

dpa

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