Finanzen & Karriere

ARBEITSMARKT | 05.09.2012

Schlecker-Frauen sind schwer vermittelbar

Nur ein kleiner Teil der früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen hat neue Jobs gefunden. Der große Rest bleibt auf der Suche nach Arbeit. Doch einfach wird das nicht.

Schlecker; Foto: Crescenti

Schlecker: Erst 6.000 ehemalige Mitarbeiter mit neuen Jobs

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Was gab es einst für Jubelmeldungen über das hohe Tempo, mit dem die Schlecker-Frauen nach der Pleite ihres Arbeitgebers neue Jobs finden würden. Die Realität sieht freilich anders aus. Von den ursprünglich 23.000 arbeitslos gemeldeten früheren Mitarbeitern der Drogeriekette sind nach aktuellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) noch immer über 15.000 auf der Suche nach einem neuen Job.

Bisher hätten lediglich knapp 5.900 eine neue Stelle gefunden - 90 Prozent davon wieder im Verkauf, teilte die stellvertretende BA-Verwaltungsratsvorsitzende Annelie Buntenbach am Mittwoch bei einem Journalistenseminar der BA in Lauf bei Nürnberg mit. Weitere 1.900 Schleckerfrauen hätten sich aus anderen Gründen, etwa wegen Krankheit oder aus familiären Gründen, nicht länger arbeitslos gemeldet.

Viele Frauen ohne abgeschlossene Berufsausbildung


Buntenbach vertritt die Gewerkschaften im BA-Kontrollgremium. Viele der noch arbeitslosen Schlecker-Frauen hätten aufgrund ihres Alters Probleme, eine neue Stelle zu finden, berichtete Buntenbach. So seien 9.700 der bislang noch unvermittelten ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter älter als 50 Jahre. 6.700 hätten keine abgeschlossene Berufsausbildung, 1.500 seien alleinerziehend.

In Not geratenen ehemaligen Schlecker-Mitarbeitern soll nun durch Spendengelder geholfen werden. Dazu rief die Paul-Schobel-Caritas-Stiftung den bundesweiten Solidaritätsfonds "Schlecker-Beschäftigte" ins Leben, wie die Organisatoren am Dienstag in Stuttgart mitteilten.

dpa

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