Samstag 25.05.2013
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Finanzen & Karriere

Kreditkarten sind bislang das Kerngeschäft der Valvovis Bank AG.
Zum 1. Oktober 2012 hatte der KarstadtQuelle-Mitarbeitertrust seinen Anteile an der ehemaligen KarstadtQuelle-Bank an die Resba Beteiligungsgesellschaft mbH (94 Prozent) und an die Einlagensicherungs- und Treuhandgesellschaft mbH (6 Prozent) verkauft.
Vorstand mit sofortiger Wirkung abberufen
Die beiden neuen Aktionäre beschlossen am heutigen Freitag, die bisherigen Vorstandsmitglieder Theodor Knepper (Vorsitzender) und Axel Frein mit sofortiger Wirkung abzuberufen und sie von ihren Aufgaben zu entbinden.
Als Nachfolger wurden Dr. Axel Wieandt, bisher Managing Director Credit Suisse Securitie, als Vorsitzender des Vorstandes und Gerrit Raupach, ehemals Mitglied des Vorstandes, Landesbank Hessen-Thüringen sowie Thorsten Drescher, bisher Leiter Gesamtbankkoordination der Valovis Bank, als Mitglieder des Vorstandes bestellt. Dies teilte das Institut am heutigen Freitag in einer Presseerklärung mit.
"Wir freuen uns außerordentlich, mit den neuen Vorstandsmitgliedern ein erfahrenes und kompetentes Management-Team für die Leitung der Valovis Bank AG gewonnen zu haben", ließ der neue Aufsichtrat mitteilen, der um drei zusätzliche Mitglieder erweiterte werden soll.
"Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns über das durch unsere Berufung ausgedrückte Vertrauen. Wir werden das Geschäftsmodell einer kritischen Überprüfung unterziehen und die notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung der Bank auf den Weg bringen", erklärte Wieandt.
Einer der größten Mastercard-Emittenten
Bisher versuchte die Valovis Bank AG, die ehemals das Kreditkartengeschäft und die Absatzfinanzierung für den Karstadt-Quelle-Konzern abwickelte, sich als "Bank aus dem Handel für den Handel" neu zu positionieren.
Das Institut ist einer der größten Emittenten von Mastercard-Kreditkarten, die als Kundenkarten für rund 30 Händler von der Valovis Bank AG herausgegeben werden. Eine der größten Kartenprogramme darunter ist die Tchibo PrivatCard Premium.
Der alte Vorstand will im Bereich Absatzfinanzierung und Factoring neue Handelskunden anwerben, um das weggebrochene Geschäft des Arcandor-Konzerns zu kompensieren.
Der Mitarbeitertrust versuchte vergeblich, die Bank zu verkaufen. Aufgrund "toxischer" Griechenlandanleihen musste der Bundesverband der Deutschen Banken (BdB) die Bank schließlich übernehmen, er hält die Anteile der Resba.
Axel Wieandt hat nun eine neue Chance unter Beweis zu stellen, ob er als Troubleshooter für besonders schwierige Fälle taugt.
hb
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