Donnerstag 17.05.2012
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Finanzen & Karriere

Man findet leider kein aktuelles Foto von Lidl-Gründer Schwarz
Sein Konzern ist hingegen mit Tausenden von Lidl- und Kaufland-Märkten überall in Deutschland und in fast ganz Europa präsent. Im Jahr 2008 lag der Umsatz der Neckarsulmer Handelskette (Kreis Heilbronn), zu der auch der Handelshof gehört, mit mehr als 280.000 Beschäftigten bei 54 Milliarden Euro.
Nach Branchenangaben liegt in Deutschland nur noch Aldi bei den Discountern vor Lidl, in Europa haben die Neckarsulmer den Konkurrenten bereits überrundet.
Ausbildung beim Vater
Schwarz hatte nach dem Abitur seine Ausbildung in der väterlichen Lebensmittelgroßhandlung absolviert. Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70er Jahren rund um das pfälzische Ludwigshafen eröffnet; in den 80er Jahren breitete sich die Kette über ganz Deutschland aus.
Heute kaufen preisbewusste Kunden Lebensmittel und immer mehr Non-Food-Produkte aus dem Karton in 8.000 Lidl-Filialen, davon mehr als 3.000 in Deutschland. Von den Kaufland-Häusern mit Verkaufsflächen von bis zu 12.000 Quadratmetern gibt es mehr als 850 in Europa, davon gut 500 in Deutschland.
1999 Stiftung gegründet
Schwarz steht auf der Liste der 100 reichsten Bundesbürger auf einem der vorderen Ränge. 1999 übergab er die operative Verantwortung an ein Management, strategische Entscheidungen sollen aber noch heute von seiner Zustimmung abhängen.
Der Vater von zwei Töchtern gründete 1999 eine Stiftung, die aus den Ausschüttungen der Unternehmensgruppe Bildung und Weiterbildung an Kindertagesstätten und Schulen sowie Forschung an Hochschulen finanziert.
Dem sozialen Engagement des Ehrenbürgers von Heilbronn stehen Berichte entgegen über die Schwierigkeiten, in Lidl-Läden Betriebsräte zu etablieren. In einem Schwarz-Buch Lidl von 2004 berichten Beschäftigte über ein von Angst und Leistungsdruck geprägtes Betriebsklima.
Negative Schlagzeilen
Negativ-Schlagzeilen machte das Unternehmen auch wegen der Überwachung von Mitarbeitern mit Videokameras, wofür ein Bußgeld von 1,5 Millionen Euro fällig wurde. Im August forderte der nordrhein-westfälische Datenschutz 36.000 Euro von der Handelskette, weil eine Regionalgesellschaft in dem Bundesland unzulässigerweise Daten von Krankheiten der Mitarbeiter erhoben und gespeichert hatte.
dpa
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