Freitag 10.09.2010
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Der Januar ist traditionell ein schwieriger Monat für den Handel.
Preisbereinigt gab es eine Stagnation. Im Vergleich zum Januar 2009 jedoch beschleunigte sich der Abwärtstrend: Nominal lag das Minus bei 3,0 Prozent, real bei 3,4 Prozent. Allerdings hatte der Januar 2010 mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat.
Ein Verkaufstag weniger im Januar 2009
Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Januar 2010 nominal 2,6 Prozent und real 2,3 Prozent weniger um als im Januar 2009. Dabei wurde bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal 2,6 Prozent und real 2,2 Prozent weniger als im Januar 2009 abgesetzt, beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 2,6 Prozent und real um 2,9 Prozent niedriger.
Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Januar 2010 nominal (-3,5 Prozent) und real (-3,9 Prozent) weniger als im Januar 2009 umgesetzt. In diesem Bereich lagen die Umsätze in allen großen Branchen nominal und real unter den Werten des Vorjahresmonats.
Die Zahlen basieren auf Daten aus sieben Bundesländern, in denen gut Dreiviertel des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.
Reaktion und Prognose des HDE
Aus Sicht des Branchenverbands HDE hat sich der deutsche Einzelhandel damit im Januar "ordentlich behauptet". Ein Verkaufstag weniger mache vier Prozent am Umsatz aus. "Das bedeutet, dass wir ansonsten ungefähr auf Vorjahresniveau sind. Das ist angesichts der Krise ein annehmbares Ergebnis", kommentierte Verbandssprecherin Ulrike Hörchens die Destatis-Zahlen.
Der HDE bestätigte nach den Januarzahlen seine frühere Jahresprognose. Demnach sei im deutschen Einzelhandel kein weiterer Rückschlag zu erwarten. Preisbereinigt könnte ein Umsatzminus von 0,5 Prozent anfallen. Die Stimmung sei deutlich besser als vor einem Jahr, sagte Hörchens: "Das macht Hoffnung."
Knapp 400 Milliarden Branchenumsatz in 2009
Nach den vorläufigen Zahlen von Destatis hatte der klassische Einzelhandel (ohne Kfz-Handel, Brennstoffe und Apotheken) im Krisenjahr 2009 nominal 1,6 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Preisbereinigt betrug der Rückgang 1,9 Prozent. Damit lag der Umsatz in 2009 bei 392,1 Milliarden Euro, 6,5 Milliarden Euro weniger als 2008.
dpa, DH
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