Donnerstag 17.05.2012

Finanzen & Karriere

IMMOBILIEN | 23.09.2008

Finanzkrise treibt Investoren in sichere Anlagen

Als Folge des Börsencrashs werden die institutionellen Anleger ihre Immobilienquoten deutlich erhöhen. Vor allem Handelsimmobilien sind gefragt.  

Handelsimmobilien sind Trumpf

Handelsimmobilien sind Trumpf

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Die Immobilienquote im Portfolio der deutschen Versicherer, Pensionsfonds und Investmentgesellschaften wird im kommenden Jahr um rund 10 Prozent steigen. Das sagte Professor Dr.  Wolfgang Schäfers, Leiter des Bereiches Real Estate Investment Banking beim Bankhaus Sal. Oppenheim, im Rahmen eines Pressegesprächs am Dienstag in Frankfurt am Main. "Bei den institutionellen Investoren wird es eine Rückbesinnung auf Immobilien geben, die stabile Rendite bei geringem Risiko erwirtschaften", urteilt Schäfers. Besonders gefragt seien indirekte Investments etwa in offene Immobilienfonds.

Handelsobjekte in Deutschland und Europa begehrt


Als Investmentstandorte seien künftig vor allem Deutschland und Europa interessant, als Nutzungsart der Immobilien werde der Einzelhandel immer wichtiger. "Der Handel hat den Büroimmobilien den ersten Rang abgelaufen, gegenwärtig ist das Interesse der Investoren an Handelsimmobilien größer als an Büroinvestments", erläuterte der Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienmanagement an der Universität Regensburg.

Bestätigt wird diese Einschätzung durch eine Umfrage, die die Hahn Gruppe AG in Zusammenarbeit mit dem Maklerunternehmen Jones Lang LaSalle unter deutschen und internationalen Investoren durchgeführt hat. Danach sind 93 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Markt für deutsche Einzelhandelsimmobilien im Vergleich zum europäischen Ausland "überdurchschnittlich" oder zumindest "gleich" attraktiv ist. Insbesondere Fachmarktzentren und Shopping-Center in Deutschland genießen die höchste Priorität bei Investoren.

Verdrängungswettbewerb findet über die Flächen statt


"Trotz schwierigem konjunkturellem Umfeld, wird der Einzelhandel weiter neue Flächen nachfragen", ist Bernhard Schoofs, Vorstandsvorsitzender der Hahn Gruppe AG, überzeugt. "Umsatzzuwächse sind für deutsche Handelsunternehmen fast ausschließlich durch Fusionen oder Flächenexpansionen zu erzielen." Daher werde der Verdrängungswettbewerb im Handel auch ein Wettbewerb um die richtigen Flächen entfachen. "Die Gewinner des Strukturwandels sind dabei die Discounter und Fachmärkte, die 2010 ein Viertel des gesamten Handelsumsatzes auf sich vereinen werden", so Schoofs.

Fachmarkt-Center mit Wachstumspotenzial


Die Hahn Gruppe AG entwickelt und betreut Fachmarktzenzentren in Deutschland, die zumeist aus einem Lebensmittel-Vollsortimenter und verschiedene Discount-Formaten aus dem Food und Non-Food-Bereich bestehen, die um einen großen Parkplatz herum ansiedelt sind. Laut Schoofs besitzen diese Center ein großes Wachstumsptotenzial, da die hochspezialisierten Discounter den heutigen Kundenanforderungen am besten gerecht werden. Weitere Einschätzungen der Hahn Gruppe AG zum deutschen Markt für Einzelhandels-Immobilien finden sich im Retail Real Estate Report 2008/2009.

Hanno Bender
 

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