Donnerstag 17.05.2012
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Das kostengünstige Zahlen mit Karte und Unterschrift soll eine Zukunft haben.
Die ELV-Transaktionen kosten den Handel keine Bankgebühren, im Gegensatz zu Kartenzahlungen, die durch die Eingabe der PIN-Nummer an der Kasse autorisiert werden (so genanntes EC-Cash-Verfahren). Letztere haben den Vorteil, dass die kartenausgebende Bank die Zahlung garantiert, dafür muss der Händler jedoch für jede EC-Cash-Kartenzahlung 0,3 Prozent vom Umsatz (mindestens 8 Cent) an die Kreditwirtschaft abführen.
Kartengebühren sind ein erheblicher Kostenfaktor
Angesichts der kargen Umsatzrenditen im Einzelhandel sind 0,3 Prozent ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Rund 227 Millionen Euro überweist der Handel nach Zahlen des EHI Retail Institutes jedes Jahr an die im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) vertretenen Banken. Rund 18 Prozent aller Kartenzahlungen im Handel erfolgen über das EC-Cash-System, 12 Prozent werden nach wir vor per Lastschrift mit Karte und Unterschrift abgewickelt, hat das EHI für 2008 ermittelt.
Da den Banken das einst von Peek & Cloppenburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank entwickelte "wilde Lastschriftverfahren" seit je her ein Dorn im Auge ist, kann der Einzelhandel nicht darauf hoffen, dass die deutschen Kreditinstitute sich für die Zukunft des ELV-Verfahens im so genannten SEPA-Prozess einsetzen.
Wechsel vom Magnetstreifen auf den Chip
Mit der "Single Euro Payments Area" (SEPA) in der europaweit einheitliche Standards für bargeldlose Zahlungen gelten sollen, werden auch die technischen Voraussetzungen rund um die Kartenzahlung neu festgelegt. So wird beispielsweise der Magnetstreifen auf den Karten künftig aus Sicherheitsgründen durch einen Chip ersetzt.
Damit das ELV-Verfahren auch mit den neuen SEPA-Kartenstandards in Einklang gebracht werden kann, gründeten die führenden EC-Cash-Netzbetreiber, die Terminal- und Softwarehersteller gemeinsam mit dem Handelsverband HDE das „ELV-Forum".
"Das Forum ist ein technisch orientiertes Gremium mit dem Ziel ELV an neue Rahmenbedingungen im Zahlungsverkehr anzupassen, Standardisierungen zu fördern und Schnittstellen fest zu legen", erläutert Ulrich Binnebößel, HDE-Kartenexperte und Mitglied des ELV-Forums. "Mit der Formulierung der neuen technischen Standards soll es allen Beteiligten ermöglicht werden, die Anforderungen des ELV effizient umzusetzen."
Offen für weitere Mitglieder

Verbraucher und Händler schätzen das bequeme und günstige ELV-Verfahren.
„Aktuell will das Gremium ELV auf Basis der internationalen Standards EMV-Chip und der Spur 2 des Magnetstreifens weiterentwickeln. Mit dieser Entwicklung soll die Voraussetzung geschaffen werden, dass das im Handel und bei den Verbrauchern beliebte ELV-Verfahren auch mit den neuen Kartenstandards des Euro-Zahlungsraumes (SEPA) effizient genutzt werden kann", so Binnebößel.
Hanno Bender
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