Finanzen & Karriere

KONJUNKTUR | 09.02.2012

Einzelhandel darf auch 2012 auf Wachstum hoffen

Nach dem Handelsverband HDE erwarten nun auch die Marktforscher der GfK in diesem Jahr Umsatzzuwächse für den deutschen Einzelhandel. Die Nürnberger haben jedoch schlechte Nachrichten für den Lebensmittelhandel.

In Kauflaune. Foto: Hanno Bender

Die Kauflaune der Deutschen bleibt ungetrübt - und Stütze der Konjunktur.

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Ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent weissagte die GfK für den privaten Konsum in Deutschland Anfang 2011, obwohl Eurokrise und die Diskussion über einen möglichen Einbruch der Weltwirtschaft schon damals die Schlagzeilen beherrschten. Auf ihrer heutigen Pressekonferenz sehen sich die Marktforscher aus Nürnberg bestätigt - und rechnen in diesem Jahr mit einem Zuwachs um ein Prozent.

"Galten die Deutschen früher als Angstsparer, sind sie mittlerweile die Konsumoptimisten Europas. Sie investieren ihr Geld in werthaltige Anschaffungen wie Immobilien, Kraftfahrzeuge oder langlebige Gebrauchsgüter und kurbeln die Binnennachfrage kräftig an", sagte Matthias Hartmann, der neue Vorstandsvorsitzender der GfK.

"Wir prognostizieren für das Jahr 2012 beim Konsum einen realen Anstieg von 1 Prozent. Der private Konsum liefert damit einen stabilen Beitrag zur Konjunktur und verhindert ein Abgleiten in die Rezession", so Hartmann.

Kein Mengenwachstum, aber Qualitätsbewusstsein steigt


Laut GfK-Daten stiegen die Umsätze im deutschen Lebensmittelhandel und den Drogeriemärkten im letzten Jahr nominal um 1,7 Prozent auf 157 Milliarden Euro. "Angesichts gestiegener Rohstoffpreise sind diese Zuwächse aber eher verhalten. Gewinner sind aktuell die Vollsortimenter und Drogeriemärkte, während der Umsatzanteil der Discounter bei rund 43 Prozent des Gesamtmarktes stagniert", so die Nürnberger.

Im Lebensmittelhandel sei das Ende des Mengenwachstums erreicht. Erfolg werde in Zukunft über Wertschöpfungsstrategien erzielt. Hier profitiere der Handel von der zunehmenden Qualitätsorientierung der Verbraucher, speziell in den jüngeren Generationen.

Im Jahr 2012 erwartet die GfK für den Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte einen moderaten Umsatzanstieg von nominal 1,3 Prozent. "Dieser Anstieg wird aber voraussichtlich hinter der Preisentwicklung zurückbleiben und für einen erneuten Mengenrückgang sorgen", so Hartmann.

Preissteigerungen fressen Zuwachs im LEH auf


Im Nonfood-Handel, zu dem Bereiche wie Elektroartikel, Textilien, Möbel oder Heimwerkerbedarf gehören, legten die Umsätze laut GfK im letzten Jahr um rund ein Prozent zu und erreichten 148 Milliarden Euro. Angesichts der Marktsättigung in vielen Segmenten sei dies ein guter Wert.

Der E-Commerce-Anteil in den Nonfood-Warengruppen stieg im vergangenen Jahr wieder deutlich an. Um mehr als 18 Prozent legte der Online-Umsatz zu - und erreichte ein Niveau von knapp 21 Milliarden Euro. Für 2012 erwartet die GfK im Nonfood-Handel erneut einen nominalen Umsatzanstieg von rund einem Prozent.

Der Handelsverband (HDE) hatte jüngst ebenfalls ein positive Umsatzentwicklung für die Branche prognostiziert und geht von einer nominalen Steigerung von 1,5 Prozent für das laufende Jahr aus. 2012 wäre somit das dritte Wachstumsjahr für den deutschen Handel in Folge.

hb

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