Finanzen & Karriere

KONSUMKLIMA | 26.06.2012

Verbraucher trotz Euro-Krise zuversichtlich

Die Schuldenkrise hat den Konjunkturoptimismus der Deutschen getrübt, zeigt das GfK-Konsumklima. Trotzdem steigen die für den Handel wichtigen Indikatoren Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.

Die verbraucher sind weiter in Kauflaune. Foto: Wanzl

Die verbraucher sind weiter in Kauflaune. Foto: Wanzl

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Offenbar steigt die Furcht davor, dass auch Deutschland stärker in den Strudel der Schuldenkrise gezogen wird, so die GfK. Trotzdem prognostizieren die Marktforscher einen Anstieg des Gesamtindikators für das Konsumklima für Juli auf 5,8 Zähler nach 5,7 Punkten im Juni.

Bislang sehen die Bundesbürger die Gefahren aus dem Ausland offenbar ausschließlich für die Konjunktur generell und weniger für ihre persönliche Situation, so die GfK.

Die Entwicklung der eigenen finanziellen Lage wird demnach deutlich positiver eingeschätzt als im Vormonat, und auch die Anschaffungsneigung konnte auf einem ohnehin schon hohen Niveau noch einmal leicht zulegen.

Einkommenserwartung noch einmal gestiegen


Vom sinkenden Konjunkturoptimismus bleiben die Einkommensaussichten im Juni verschont: Der Einkommensindikator konnte sogar spürbar zulegen. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die Einkommenserwartung 8,1 Punkte hinzu und weist nun 40,1 Zähler auf.

Steigende Beschäftigtenzahlen sowie im Vergleich zu den Vorjahren spürbar verbesserte Tarifabschlüsse lassen die Erwartungen an die weitere Einkommensentwicklung weiter steigen, urteilt die GfK.

Wichtig dabei: Die Inflation ist im Mai unter die psychologisch wichtige Schwelle von zwei Prozent gesunken. Dadurch sehen die Konsumenten ihre Kaufkraft gestärkt.

Anschaffungsneigung verbessert sich leicht


Im Sog der stark zunehmenden Einkommenserwartung konnte auch die Anschaffungsneigung im Juni leicht zulegen - mit einem Plus von 0,7 Punkten. Aktuell weist der Indikator 32,7 Punkte auf.

Wie bei der Einkommenserwartung ist auch hier die zunehmende Beschäftigung von zentraler Bedeutung, sagt die GfK. Sie sorgt zum einen für weniger Angst vor Jobverlust und damit Planungssicherheit, was gerade für größere Anschaffungen eine wichtige Rolle spielt.

Die derzeitige Finanzkrise stützt sogar die Anschaffungsneigung, meint die GfK: Durch das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte sowie das historisch niedrige Zinsniveau wird das Sparen weniger attraktiv. Stattdessen tendieren die Konsumenten eher dazu, werthaltige Anschaffungen zu tätigen.   

DH

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