Donnerstag 20.06.2013
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Der Handelskonzern Metro Group verkündet Quartalszahlen
Bei den Elektroniktöchtern MediaMarkt und Saturn wird eine anhaltende Ertragsschwäche vermutet. Außerdem gilt das Konsumklima in vielen Ländern Europas als schwach. Der Umsatz des größten deutschen Handelskonzerns dürfte in den Monaten Juli, August und September 2012 leicht um 0,3 Prozent auf gut 15,8 Milliarden Euro gestiegen sein.
Gewinnwarnung Anfang des Monats
Anfang des Monats hatte der Metro-Vorstand eine Gewinnwarnung
bekanntgegeben: Das bereinigte operative Ergebnis wird demnach im Gesamtjahr 2012 unter das Vorjahresniveau fallen. Die Prognosesenkung kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts hatte die Börse geschockt.
"In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert. Dies hat zu einer noch größeren Konsumzurückhaltung insbesondere bei Nichtlebensmitteln wie zum Beispiel Unterhaltungselektronik geführt", begründete Vorstandschef Olaf Koch damals die Senkung.
Gerade in den von der Schuldenkrise betroffenen Ländern wie Spanien bremsen Sparprogramme der Regierungen und eine hohe Arbeitslosigkeit die Ausgabefreude der Verbraucher.
Die größten Umsatzzuwächse sehen die Experten im dritten Quartal bei der Warenhaustochter Kaufhof, die der Metro-Konzern aber nicht zum Kerngeschäft zählt. Dagegen werden die Großhandelsmärkte lediglich ein kleines Umsatzplus und die SB-Warenhauskette Real sogar einen Umsatzrückgang eingefahren haben, schätzt die Commerzbank.
Kosten dürften MediaMarkt und Saturn belasten
Bei den Elektronikmärkten MediaMarkt und Saturn sollten sich die
Online- und Preisoffensiven des Managements noch nicht in größeren Umsatzsteigerungen niedergeschlagen haben. Wegen der hohen Kosten dürfte das Ergebnis dieser beiden Ketten sogar deutlich unter Druck geraten sein.
"Media-Saturn hat nicht nur ein Umsatz- sondern auch ein großes Margen-Problem", schreibt die Deutsche Bank. Im Moment gebe es niemand in der Unterhaltungselektronikbranche, der starke Umsatzzuwächse verspüre. Dies wiederum schüre den Preiswettbewerb.
dpa
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