Politik & Finanzen

MARKTBEREINIGUNG | 03.12.2015

Telekom stellt ClickandBuy ein

Der nächste Online-Bezahldienst gibt auf: Die Telekom stellt ClickandBuy ein. Wie bei Yapital ist es die starke Konkurrenz, die das Ende des Payment-Dienstes besiegelt.

Einkaufskorb leer: Mit ClickandBuy kann man bald nicht mehr shoppen. Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

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Die Deutsche Telekom stellt den Online-Bezahldienst ClickandBuy ein. Die Telekom erklärte die Entscheidung mit der scharfen Konkurrenz im Markt. Es ist das zweite Mal binnen weniger Tage, dass in Deutschland das Aus eines Online-Bezahldienstes angekündigt wird: Der Handelskonzern Otto zog vergangene Woche seinen Service Yapital aus dem Verbraucher-Geschäft ab.

Angaben zu Kundenzahlen oder Zahlungsvolumen macht das Unternehmen nicht. Das Aus habe aber mit strategischen Überlegungen und nicht mit der aktuellen Geschäftsentwicklung zu tun. Die 1999 gegründete Firma war seit 2010 eine 100-prozentige Telekom-Tochter und hat ihren Hauptsitz in London.

Händlerkonten bis Ende Februar aktiv


Händler, die ClickandBuy auf ihrer Webseite angebunden haben, sollten bereits eine Mail mit weiteren Informationen von dem Anbieter erhalten haben, sagte eine Vertreterin des Zahlungsdienstes zu Der Handel. Bis Ende Februar sind die Händlerkonten aktiv, ab dem 1. März sind keine weiteren Zahlungen möglich. Wer einen Sicherheitseinbehalt bei ClickandBuy hat, wird diesen sowie mögliche weitere Transaktionen im Lauf der nächsten Monate ausbezahlt bekommen.

Für Endkunden wird das Onlinebezahlsystem noch bis zum 30. April zur Verfügung stehen, bis dahin müssen die Guthaben verbraucht oder auf andere Bankkonten überwiesen werden. Die noch 80 Arbeitsplätze bei ClickandBuy sollen solzialverträglich abgebaut werden, sagte eine Telekom-Sprecherin.

Der Markt konsolidiert sich


Das Ende von ClickandBuy sei keine Reaktion auf die nahende Konkurrenz der deutschen Banken, hieß es bei der Telekom: Nach langer Vorbereitung starten die Finanzinsitute ihr eigenes Payment-System Paydirekt.

In dem Geschäft ist der US-Anbieter Paypal, der im Sommer von der Handelsplattform Ebay abgespalten wurde, auch in Deutschland sehr stark. Zudem drängen Karten-Spezialisten wie Mastercard verstärkt in den Markt. Smartphone-Bezahldienste von Apple und Samsung, die in Deutschland noch nicht verfügbar sind, dürften mit der Zeit auch zumindest bei Einkäufen über mobile Geräte eine Rolle spielen.

mas

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