Finanzen & Karriere

STANDORTE | 07.03.2010

Mittelstädte bieten gute Wachstumschancen

Trotz der Krise kann es dem Einzelhandel gelingen, stabile Umsätze insbesondere in den Mittelstädten zu erzielen, sagt die GfK. Jedoch nicht überall in der Republik.

GfK-Experte Olaf Petersen sieht Umsatzpotenzial in den Mittelstädten. Foto: GfK

GfK-Experte Olaf Petersen sieht Umsatzpotenzial in den Mittelstädten.

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Nach Berechnungen von GfK GeoMarketing wird der Umsatz 2010 im stationären deutschen Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr leicht sinken und ein Volumen von 388,1 Milliarden Euro erreichen.

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sieht GfK-Einzelhandelsexperte Olaf Petersen jedoch positive Entwicklungschancen für den Einzelhandel: "Der deutsche Konsument agiert traditionell relativ sparsam." Insofern könne die Krise dem Konsum hierzulande weniger anhaben, da die Menschen ohnehin schon nicht zu Käufen über ihre Verhältnisse neigten. 

Hohe Umsätze in den Mittelzentren


Auch angesichts der geringen Inflationsrate könnten die Einzelhändler dieses Jahr noch passable Ergebnisse erzielen.

Besondere Wachstumschancen erkennt Petersen für viele Mittelzentren mit 50 bis 100.000 Einwohnern, die eine immer wichtigere Rolle im Konsumverhalten der Bevölkerung einnehmen würden: "Dank ihrer relativen Nähe bieten Mittelzentren bei guter verkehrstechnischer Erreichbarkeit eine attraktive Mischung aus Anbietern von Nahversorgung und einem Hauch von überregionalem Flair, was sich in weit überdurchschnittlichen Einzelhandelsumsätzen niederschlägt."

Im Gegensatz zu anderen Städtegrößenklassen funktioniere dieses Anziehungsprinzip bei Mittelzentren in Ost und West vergleichbar gut.

Kaufkraft im Osten geringer


Der POS-Umsatz der einwohnerstärksten Stadt-/Landkreise. Grafik: GfK

Der POS-Umsatz der einwohnerstärksten Stadt-/Landkreise.

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Jedoch zeige sich, dass die westdeutschen Städte bessere relative Umsätze erzielen als die ostdeutschen. "Trotz der wirtschaftlichen Angleichung in den letzten Jahren spiegeln sich hierin vor allem die noch bestehenden Kaufkraftunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland wider", so Petersen. 

Zudem sei auch die urbane Struktur im Osten zu berücksichtigen, die wesentlich weniger dicht ist als im Westen Deutschlands sei: "Es gibt dort schlicht weniger Großstädte und Mittelzentren." Den 17 Metropolen mit mehr als 300.000 Einwohnern im Westen stünden beispielsweise nur drei im Osten gegenüber.

DH

 

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