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TARIFPOLITIK | 19.02.2010

Netto und Verdi einigen sich auf Tarifvertrag

Der Discounter Netto hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen flächendeckenden Tarifvertrag für seine rund 55.000 Mitarbeiter geeinigt. Nun sollen Betriebsratswahlen stattfinden.

Kein schlechtes Gewissen beim Einkauf: Netto zahlt Tariflöhne. Foto: Netto

Kein schlechtes Gewissen beim Einkauf: Netto zahlt Tariflöhne

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Verdi zufolge sollen nun bei der Discounttochter der Edeka-Gruppe mit Sitz im oberpfälzischen Maxhütte-Haidhof rund 250 Betriebsräte gewählt werden. Zudem habe sich das Unternehmen verpflichtet, in die allgemeine Tarifbindung einzutreten.

Eine Unternehmenssprecherin sagte, die Löhne bei Netto orientierten sich bereits zuvor an den Tarifvereinbarungen im Einzelhandel. Der Discounter Lidl hatte Anfang der Woche mit einem Vorstoß zur Einführung von Mindestlöhnen im Handel Bewegung in die Lohn-Debatte für die Branche gebracht.

Mit der Tarifeinigung werde erstmals bei einem Discountunternehmen die Wahl von Betriebsräten abgesichert, teilte der Verdi-Bundesvorstand mit. Die Reaktion von Rewe kam jedoch prompt: Bei der Rewe-Tochter Penny werde "seit über 35 Jahren in ganz Deutschland für alle Arbeitnehmer eine umfassende Mitbestimmung praktiziert", so Konzernsprecher Martin Brüning.

"Es gibt bei Penny tarifvertraglich abgesicherte Betriebsratsstrukturen mit aktuell über 200 freigestellten Betriebsräten", stellte Brüning klar.

dpa

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