Donnerstag 17.05.2012

Finanzen & Karriere

VERBUNDGRUPPEN | 13.01.2012

Anwr Group legt zu, Mitglieder bleiben zurück

Die Schuh- und Sportkooperation Anwr Group konnte ihr Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2011 ausbauen. Doch viele angeschlossene Mitgliedsunternehmen hatten mit Umsatzrückgängen zu kämpfen.

Anwr-Vorstandschef Günter Althaus Foto: ANWR Group

Anwr-Vorstandschef Günter Althaus hat die nächsten Herausforderungen bereits im Blick.

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Die Anwr Group, eine der größten Kooperationsgruppen in Europa, hat ihre Umsätze im abgelaufenen Jahr deutlich ausgebaut. Das Geschäftsvolumen der Gruppe erhöhte sich um 10 Prozent auf über 7,6 Milliarden Euro.

Vorstandsvorsitzender Günter Althaus erwartet für 2011 ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, ohne konkrete Zahlen zum Ertrag zu nennen. Das Wachstum der dem Konzern zugehörigen Verbundgruppen im Schuh-, Sport und Lederwarenbereich (Anwr Schuh, Sport 2000, Garant Gruppe, Rexor, Goldkrone) habe damit auch im abgelaufenen Jahr weiter angehalten, betonte Althaus.

Mit einem um über 200 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro gestiegenen Zentralregulierungsvolumen weisen alle Branchen deutliche Steigerungen auf. Dabei komme der Gruppe auch ihre europäische Ausrichtung zugute. Der Anteil des im Ausland erzielten Zentralregulierungsvolumens liegt mittlerweile nach Unternehmensangaben bei 34 Prozent. 

Angeschlossene Händler bleiben hinter Vorjahr zurück


Die Geschäftsentwicklung bei den über 6.000 angeschlossenen Handelsunternehmen im Schuh- und Sportbereich blieb dagegen hinter der positiven Entwicklung des Jahres 2010 zurück.

"Insbesondere die Witterungsbedingungen brachten dem Einzelhandel sowohl im Sportbereich aber auch im Segment Schuhe geringere Umsätze", heißt es in der Presserklärung des Unternehmens aus Mainhausen.

Nach ersten Berechnungen schlossen die Unternehmen der Anwr Schuh in Deutschland drei Prozent unter dem Vorjahreswert ab, ein Minus von 2,6 Prozent mussten die Partner von Sport 2000 verkraften.

Finanzdienstleistungssektor wächst dank BAG


Eine weiterhin deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens weist der Bereich Finanzdienstleistung der Gruppe auf, es stieg um 470 Millionen Euro auf 5,1 Milliarden Euro.

Neben der DZB Bank und der Aktivbank wurde erstmals die im Jahr 2010 vom Börsenverein des deutschen Buchhandels durch die DZB Bank übernommene BAG Buchhändler-Abrechnungsgesellschaft im Abschluss berücksichtigt.

"2012 hält eine Reihe von Herausforderungen für uns bereit. Wir werden uns mächtig anstrengen müssen, um an die guten Ergebnisse von 2010 und 2011 anzuknüpfen", sagt Günter Althaus mit Blick auf das laufende Jahr. "Etwas mehr Rückenwind durch klare währungs- und finanzpolitische Signale der Handelnden in Berlin und Brüssel kämen uns da sehr entgegen".

Als eine der Hauptherausfoderungen der Gruppe in diesem Jahr nennt Althaus die Detailplanung für ein Ordercenter, das dem Schuh- und Sportfachhandel ab 2014 zur Verfügung stehen soll.

DH

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