Samstag 04.02.2012
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Erfolgsgerät: Der "Kindle" beschert Amazon Gewinne
Damit wurden sogar die Erwartungen der Analysten übertroffen: Die Aktie schoss dementsprechend am Donnerstagabend im nachbörslichen amerikanischen Handel um rund 15 Prozent nach oben.
"Kindle" verkauft sich gut
Knapp die Hälfte seiner gesamten Einnahmen erzielt Amazon außerhalb des Heimatmarkts, wobei Deutschland zu den wichtigsten Ländern zählt. Insbesondere die Unterhaltungselektronik kurbelte den Umsatz an.
Dabei hat sich das Lesegerät für elektronische Bücher, der "Kindle", für Amazon zum Verkaufsschlager entwickelt: Das sei der meist verkaufte Artikel des Unternehmens, meldet der Konzern.
Der E-Book-Reader ist seit ein paar Tagen auch in Deutschland sowie in rund 100 anderen Ländern außerhalb der USA erhältlich. Amazon hatte den Preis für die internationale Version von 279 Dollar auf 259 Dollar (umgerechnet rund 173 Euro) gesenkt.
Kaum deutsche Lektüre zum Herunterladen
Bis der "Kindle" sich in Deutschland durchsetzt, dürfte es allerdings noch etwas dauern: Bis auf wenige Ausnahmen wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" können sich deutsche Leser nur englischsprachige Zeitungen und Bücher herunterladen.
Davon gibt es mittlerweile aber insgesamt rund 360.000 Stück, meldet Amazon. Die auf dem "Kindle" gespeicherten Bücher und Zeitungen können auch über das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 genutzt werden.
Gute Aussichten für das Weihnachtsgeschäft
Auch für das Weihnachtsgeschäft rechnet Amazon mit höheren Umsätzen. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen Einnahmen von rund neun Milliarden Dollar. Dies wäre ein Plus zum Vorjahresquartal von 36 Prozent.
Der operative Gewinn könnte nach Meinung von Amazon um mehr als 50 Prozent zulegen und auf 425 Millionen Dollar (umgerechnet rund 284 Millionen Euro) steigen.
Beliebt bei den Kunden
Die gute wirtschaftliche Bilanz von Amazon wird ergänzt von hoher Kundenzufriedenheit. In der Oktoberstudie über die beliebtesten deutschen Onlinehändler führt Amazon die Liste der zwanzig überprüften Unternehmen deutlich an.
Die Kundenbefragung wurde vom E-Commerce-Center Handel am Kölner Institut für Handelsforschung durchgeführt.
wim
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