Technik & Web

E-COMMERCE | 01.07.2010

Amazon wird Lebensmittelhändler

Während Otto noch auf Partnersuche ist, legt Amazon los: Seit heute bietet das Online-Kaufhaus in Deutschland Lebensmittel an. In Frankfurt und Berlin liefert Amazon am Tag der Bestellung.

Foto: Amazon

Das Online-Kaufhaus Amazon bietet nun auch Lebensmittel an - und leifert am selben Tag.

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Der Onlinehändler Amazon verkauft in Deutschland jetzt auch Lebensmittel. Seit dem heutigen Donnerstag stehen auf der Handelsplattform insgesamt 35.000 Produkte von Gemüse, Fleisch und Fisch über Backwaren bis hin zu Delikatessen aus verschiedenen Ländern zur Auswahl.

"Das ist die größte Auswahl an Lebensmitteln, die es in Deutschland online gibt", sagte der zuständige Amazon-Manager Christian Bubenheim der Nachrichtenagentur dpa.

"Same day delivery" in Metropolen


Neben einem eigenen Angebot von Amazon Deutschland bieten insgesamt 60 Partner-Unternehmen ihre Produkte an. Auch Bioprodukte, fair gehandelte Waren, mediterrane Spezialitäten sowie eine große Palette an Wein stehen im Programm. Beim Kauf von Produkten verschiedener Anbieter erhalte der Kunde nur eine Rechnung, sagte Bubenheim. "Die Bequemlichkeit beim Einkauf war uns besonders wichtig."

Die Lieferung der Waren erfolgt über Amazons üblichen Service. Beim normalen Versand ist die Lieferung bis zu einem Warenwert von 20 Euro kostenlos. In Frankfurt und Berlin liefert Amazon auch noch am selben Abend, sofern die Bestellung bis 11 Uhr eingegangen ist. Noch ist die Warenrubrik "Lebensmittel & Gemüse" mit dem Wörtchen "Beta" gekennzeichnet, Amazon testet also zunächst noch. 

Neuer Anlauf auf schwierigem Terrain


Zu Zeiten der Dot-Com-Ära um das Jahr 2000 war eine ganze Reihe von Internet-Pionieren mit Online-Lebensmittelläden an den Start gegangen. Die meisten Projekte hatten allerdings nicht lange überlebt. Inzwischen seien die Voraussetzungen für einen Erfolg ganz andere, sagte Bubenheim. So sei schon allein die Versorgung mit schnellen Internet-Verbindungen viel besser. Und die Waren könne man heute auch attraktiver mit Bildern darstellen.

In der vergangenen Woche hatte Otto-Vorstand Hans-Otto Schrader im Interview mit der Lebensmittel-Zeitung gesagt, dass man erneut über den Verkauf von Lebensmitteln über das Internet nachdenke. Der britische Handelskonzern Tesco diene dabei als ein Vorbild, sagte der Otto-Chef. Der Versender suche derzeit nach einem leistungsstarken, national aufgestellten Partner aus dem Lebensmitteleinzelhandel.

dpa, be

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