Technik & Web

ENERGIESPAREN | 22.08.2012

Händler setzen auf LED-Licht

Netto testet in einem neuen Markt, ob komplette LED-Beleuchtung auch für Filialisten geeignet ist. Manche selbstständige Händler haben diese energiesparende Variante schon entdeckt.

Netto-Filiale: Jetzt auch mit LED-Beleuchtung. Foto: Netto

Netto-Filiale: Jetzt auch mit LED-Beleuchtung

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Wenn Netto dieser Tage bekannt gibt, dass der neue Markt in der bayerischen Kleinstadt Bogen ausschließlich von LED-Licht erhellt wird, dann ist das schön - aber keine Seltenheit. Denn andere Händler haben längst erkannt, dass man mit modernen Leuchtmitteln erheblich Energie sparen kann.

Wenngleich Netto in Bogen schon einen Unterschied macht, denn sämtliche Flächen, etwa Parkplätze oder Verkaufsräume, werden hier per LED beschienen. Weswegen der Markt in Bayern im Vergleich zu einer Standardfiliale rund 40 Prozent weniger Strom verbrauchen soll, wie Netto errechnet hat.

Modernes Licht beim Edekaner Bonus


Doch in Sachen Beleuchtung ist Hans-Ulrich Bonus der Branche bildlich gesprochen Lichtjahre voraus: Schon 2006 stattete der Händler seinen neuen Edeka-Markt im Rheinland mit Strahlern und LEDs aus. Klassische Leuchtstoffröhren findet man auf der 1.150 Quadratmeter großen Fläche nur noch in Kästen über der Kassenzone.

Bonus hat damit einem Trend vorgegriffen, der heute vor allem bei Neubauten nicht mehr wegzudenken ist: Die akzentuierte Beleuchtung von Produkten. "Ziel ist, den Kunden die Orientierung zu erleichtern, Ware ansprechend zu inszenieren sowie weniger Energie zu verbrauchen", erklärt die Hersteller-Fördergemeinschaft "Gutes Licht" die Ansprüche an Supermärkte im Jahr 2012.

Helfen können langlebige LED-Leuchten, die frei von UV- und Infrarot-Strahlung sind und Frischware schonen. Etwa Kartoffeln, denen Händler Bonus durch LEDs mit einem Lichtstrom von 2.300 Lumen das Keimen ausgetrieben hat. Besonders sparsam sind die Dioden laut Hersteller Philips in Kühl- und Gefriertruhen: LEDs statt herkömmlicher Leuchtstofflampen sollen den Energiebedarf um 30 Prozent senken.

Auf die Kontraste kommt es an


Auch Siegfried Becker, Edeka-Bonus-Generalausstatter sowie Produktmanager beim Licht-Spezialisten Bäro, sieht LEDs im Kommen. Auf 20 bis 30 Prozent schätzt er mittlerweile den Anteil der modernen Lichtquellen in Neubauten - im Frischebereich, wohlgemerkt.

Auf der Fläche seien Leuchten mit Halogen-Metalldampflampen (HET) derzeit eine gute Wahl: Sie bieten eine vergleichbare Lichtleistung wie Lichtbänder mit Leuchtstofflampen, schaffen aber deutlich brillanteres Licht und bessere Kontraste. Für die Kunden bedeutet das: ansehnliche Warenpräsentation, besseres Greifen, mehr Sehkomfort.

Auch die LEDs werden laut Becker bald auf der Fläche ankommen: Reflektoren sollen dann dafür sorgen, dass ihr Licht gezielt in zwei gegenüberliegende Regale gelenkt wird.

Andreas Hösch / ges

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