Donnerstag 09.02.2012

Technik & Web

E-COMMERCE | 15.04.2010

Große Händler haben Onlinemarkt im Griff

Die 100 größten Onlinehändler machen zwei Drittel des Gesamtumsatzes im Internet, zeigt eine Studie. Stationäre Händler haben einen Marktanteil von immerhin 21 Prozent.

roße Onlinehändler haben im Netz das Sagen. Foto: Otto.de

Große Onlinehändler haben im Netz das Sagen

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Der E-Commerce-Markt in Deutschland hat inzwischen ein Umsatzvolumen von 17,5 Milliarden Euro erreicht. Der Großteil dieses Umsatzes wird dabei von wenigen Unternehmen erwirtschaftet: Die zehn größten Anbieter generieren mehr als ein Viertel der Marktumsätze, die 100 größten Anbieter zwei Drittel.

Das ist das zentrale Ergebnis der Marktanalyse "Der deutsche E-Commerce-Markt" des EHI Retail Institute, bei der 1.000 Onlinehändler befragt wurden.

Demnach setzte der größte Onlineshop in Deutschland, Amazon.de, im Jahr 2008 mehr als 1,6 Milliarden Euro um. Zum Vergleich: Die Shops mit Größenordnungsnummern 501 bis 1.000 im Umsatz-Ranking machen zusammen weniger Umsatz als die Nummer 1 allein.

Während die ersten 290 Unternehmen des Rankings je 10 Millionen Euro oder mehr Umsatz erzielen, ist es bei dem kleinsten Shop ein Umsatz von weniger als eine Million Euro.

Das größte deutsche E-Commerce-Unternehmen mit mehreren Onlineshops ist die Otto Gruppe: Die Hamburger, zu denen unter anderem Manufactum, SportScheck, Bonprix und Schwab gehören, erzielen mit ihren verschiedenen Onlineshops mehr als 1,7 Milliarden Euro Umsatz.

"Online-Pure-Player" mit höchstem Umsatzanteil


36 Prozent der Umsätze entfallen der Studie zufolge auf so genannte "Online-Pure-Player", also reine Internetanbieter, gefolgt von Unternehmen aus dem Versandhandel mit 33 Prozent.

Unternehmen aus dem stationären Handel haben im Internet einen Marktanteil von rund 21 Prozent, Verlage rund drei Prozent und TV Shopping etwa ein Prozent. Ausländische Anbieter machen in Summe rund fünf Prozent des Marktes in Deutschland aus.

Das größte Einzelsegment im deutschen E-Commerce ist der Bereich Computer, Unterhaltungselektronik und Zubehör mit einem Umsatz von 3,425 Milliarden Euro. Das Segmenten Bekleidung, Schuhe und Textilien folgt mit 3,010 Milliarden Euro. Der Handel mit physischen Medienprodukten wie Buch, CDs und DVDs landet mit gut einer Milliarde Euro Umsatz auf Platz drei.

wim

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