Technik & Web

IT-INVESTITIONEN | 18.02.2016

Knackpunkt Kasse

Der Verkauf über mehrere Kanäle stellt auch komplexe Anforderungen an die Kassen. Dementsprechend planen Händler, einen Großteil des IT-Budgets in neue Systeme zu investieren, zeigt eine Studie des EHI.

Registrierkasse Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Abkassieren wird anspruchsvoller:Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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Die Anforderungen an die Kasse werden immer anspruchsvoller - nicht zuletzt, weil viele Händler über mehrere Kanäle verkaufen und somit neue, schnelle und flexible Möglichkeiten benötigen, um abzukassieren. Dementsprechend stehen viele alten Systeme auf dem Prüfstand, zeigt die aktuelle Studie "Kassensysteme 2016" des EHI Retail Institute. Insgesamt sind demnach im Einzelhandel im weiteren Sinne, also inklusive Handelsformaten wie Bäckereien, Metzgereien und Tankstellen, rund eine Million Kassensysteme im Einsatz. In den kommenden Jahren stehen also sowohl bei der Hard- als auch bei der Software große Investitionen an.

Das durchschnittliche Alter der Kassenhardware hat sich im Vergleich zu 2014 leicht verändert: Sie   liegt nun bei 4,9 Jahren, im Vorjahr waren es 5,4 Jahre. 71 Prozent der befragten Händler wollen ihre Hardware in den kommenden Jahren erneuern, und gut die Hälfte von davon (58 Prozent) plant dabei einen kompletten Austausch der Hardware. Die übrigen 42 Prozent möchten nur einige Komponenten erneuern.

Technik und Design entscheidend


Bei der Auswahl der Kassenhardware spielt demzufolge neben den technischen Aspekten auch bei 88 Prozent der Befragten das Design und bei 78 Prozent die Umweltfreundlichkeit eine wichtige Rolle. Ein geringer Energieverbrauch ist der Studie zufolge bei einer Neuinvestition aber kein Unterscheidungsmerkmal mehr, sondern wird von den Händlern als selbstverständlich vorausgesetzt.

Was die Kassensoftware angeht, wird die Anbindung an die digitalen Verkaufskanäle wichtiger. Bereits heute haben die Kassen von 27 Prozent der Teilnehmer Schnittstellen zu den eigenen Onlineshops. In Zukunft wollen 63 Prozent der Händler solche Schnittstellen vorweisen.

Bei den befragten Handelsunternehmen sind aktuell 25 verschiedene Kassensoftwareanbieter vertreten, die durchschnittliche Laufzeit einer Kassensoftware beträgt etwa 7 Jahre. 47 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwei Jahren ihre Kassensoftware erneuern. Knapp 27 Prozent setzen dabei auf eine neue Standardlösung, 16 Prozent werden einen größeren Releasewechsel des bestehenden Systems in Angriff nehmen und vier Prozent haben vor, eine individuelle Lösung zu implementieren.

Kräftemessen der Betriebssysteme


Was die Betriebssysteme von kassen angeht, hat Microsoft die Nase vorn: Mit 51 Prozent ist der Studie zufolge auf jeder zweiten Kasse die Software des amerikanischen IT-Anbieters installiert, künftig wird der Anteil den Planungen zufolge noch steigen. Der Anteil von im Handel installierten Linux-Betriebssystemen liegt demnach aktuell bei rund 49 Prozent.

Bald müssen sich Windows und Linux allerdings auf weitere Konkurrenz einstellen. Denn es drängen neue Anbieter auf den Markt: So zum Beispiel Apple mit dem Betriebssystem iOS oder Android,  das System wird von der von Google gegründeten Open Handset Alliance weiterentwickelt. Allerdings liegt der Anteil der Newcomer aktuell noch unter einem Prozent.

wim

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