Donnerstag 09.02.2012

Technik & Web

BESCHAFFUNG | 13.03.2009

Im Netz ist für Mittelständler mehr drin

Die Beschaffung von Gütern über das Internet birgt noch viel ungenutztes Potenzial. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, hat das E-Commerce-Center Handel herausgefunden.

Händler können per Internet die Beschaffungsprozesse beschleunigen und Kosten senken

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Kostensenkung, Zeitersparnis, Prozessoptimierung:  Immer mehr Handelsunternehmen beschaffen online Güter für den Eigenbedarf. Das Potenzial ist jedoch längst nicht ausgeschöpft,  zeigt die aktuelle Studie "Internet im Handel 2008 - Status quo und Entwicklungen -" des E-Commerce-Center Handel, in der mehr als 1.700 vorwiegend mittelständische Handelsunternehmen zu ihrer Internetnutzung befragt wurden.

Nur leichte Steigerung


Die befragten Unternehmen haben den Anteil der online erworbenen Güter im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2006 zwar gesteigert. Die Online-Beschaffungsraten spielt im Vergleich zur gesamten Beschaffung jedoch weiterhin eine untergeordnete Rolle.

So erwarben im Jahr 2007 mehr als 70 Prozent der Unternehmen Güter für den Eigenbedarf (indirekte Güter) über das Internet. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen deckten damit jedoch weniger als zehn Prozent ihres eigentlichen Bedarfs online ab.

Beschaffung optimieren


Und das, obwohl durch die Nutzung des Internets die Beschaffung in dreierlei Hinsicht optimiert werden kann. Es besteht nicht nur die Möglichkeit, Kosten zu senken, sondern auch die Chance, den Beschaffungsvorgang zu beschleunigen und die Beschaffungsqualität zu verbessern. Diverse Untersuchungen gehen davon aus, dass die Beschaffungskosten häufig um bis zu 25 Prozent, bei C-Gütern (Büroartikel) sogar bis zu 80 Prozent verringert werden können.

"Die Zurückhaltung vieler Handelsunternehmen gegenüber dem E-Procurement kann darin begründet sein, dass die Händler Probleme in der Einbindung des Internets in die Geschäftsprozesse fürchten", erläutert Aline Eckstein, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des E-Commerce-Center Handel.

Die befragten Unternehmen ziehen jedoch eine Intensivierung der Online-Beschaffung von Gütern für das eigene Unternehmen von circa vier Prozent für das folgende Jahr in Betracht. "Dieses Vorhaben gilt es, mit gezielten Informationen zu unterstützen. Nicht zu Letzt, um auch anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen die Vorzüge der Beschaffung über das Internet aufzuzeigen."

Die Studie


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die Dachverbände des deutschen Handels und zahlreiche Industrie- und Handelskammern unterstützten diese Studie, die auf 149 Seiten über größen- und regionalspezifische Auswertungen sowie spezifische Ergebnisse zu 16 ausgewählten Handelsbranchen informiert. Der Berichtsband "Internet im Handel 2008" kann zum Preis von 25 Euro im Internet sowie im Buchhandel erworben werden.

wim.

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