Technik & Web

KARTENZAHLUNG | 07.12.2011

Pläne für kontaktloses Bezahlen werden konkreter

Die österreichische Supermarktkette Zielpunkt führt das berührungslose Kartenzahlen ein. Derweil plant die deutsche Kreditwirtschaft, die NFC-Technik ab 2012 auf den EC-Karten zu etablieren - und hat schon einen Namen dafür gefunden.

Quelle: Deutsches Patent- und Markenamt

Schwungvoll: Das Logo für die kontaktlose EC-Karte der deutschen Kreditwirtschaft.

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In Österreich kennt man kontaktlose Kartensysteme bislang in erster Linie als Zutrittskontrolle am Skilift. Doch die so genannte "Near Field Communication"-Technologie (NFC) hält in der Alpenrepublik verstärkt auch in den Einzelhandel Einzug.

Nachdem die Drogeriekette Schlecker Ende Oktober angekündigt hatte, die kontaktlose Zahlungstechnologie PayPass von Mastercard in ihren rund 1.000 Filialen in Österreich zu akzeptieren, gab mit Zielpunkt nun auch der erste Supermarktbetreiber bekannt, auf die NFC-Technik an der Kasse zu setzen.

Eine ideale Ergänzung der Zahlungsmöglichkeiten


Bis zu einer Bonhöhe von 25 Euro kann in den Zielpunkt-Filialen künftig ohne PIN und Unterschrift in wenigen Sekunden gezahlt werden, indem eine PayPass-fähigen Mastercard-Kreditkarte an ein Lesegerät an der Kasse gehalten wird. Bei höheren Beträgen muss zusätzlich die PIN zur Autorisierung am Terminal eingegeben werden.

"Der Betrag deckt sich mit der durchschnittlichen Bonhöhe in unseren Filialen. NFC ist damit die ideale Ergänzung zu den üblichen Zahlungsmöglichkeiten", erklärte Jan Satek, Vorstandsvorsitzender bei der ZIP Warenhandel AG, dem Betreiber von Zielpunkt. "Die Technologie ist die Vorstufe zu Mobile-Payment - auch das wird es in Österreich bald geben", so Satek.

Die ehemalige Tengelmann-Tochter will PayPass-Terminals schrittweise in allen 300 Filialen in Österreich installieren, den Anfang machen die 39 Wiener-Filialen.

2012 wird das Schicksalsjahr der kontaktlosen Geldkarte "girogo"


In Deutschland plant die Kreditwirtschaft, ihr Girocard-System (ehemals EC-Karte) ab dem kommenden Jahr im großen Stil für das kontaktlose Zahlen zu rüsten. Allein die Sparkassen wollen dazu bis 2014 jährlich 15 Millionen NFC-fähige Giocards herauszugeben

An einem Pilotprojekt, das am 17. April 2012 in der Region Hannover, Braunschweig, Wolfsburg starten wird, sind Handels- und Mineralölunternehmen wie Edeka, Douglas, dm-drogeriemarkt, Esso und Famila (Bartels-Langness) beteiligt. Basistechnologie für das NFC-Projekt der deutschen Kreditwirtschaft ist zunächst die 1996 eingeführte, aufladbare Geldkarte.

Die Firma Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken, ließ bereits im Oktober die Wort-Bildmarke "girogo" eintragen, die nach Informationen von derhandel.de Markenname und Akzeptanzzeichen der kontaktlosen Geldkarte sein wird.

Das Wirtschaftmagazins Der Handel wird sich in seiner Januar-Ausgabe (Erscheinungstermin 29. Dezember) mit den Erfolgschancen von girogo befassen und einen Ausblick in die Zukunft des Zahlens am POS wagen. Ein kostenfreies Probeexemplar erhalten sie hier.

Hanno Bender

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