Technik & Web

KAUFVERHALTEN | 25.06.2010

Der Multichannel-Konsument

Online recherchieren, stationär kaufen - und umgekehrt: Die Konsumenten informieren sich längst quer durch alle Kanäle. In den einzelnen Produktkategorien gibt es allerdings nach wie vor Unterschiede.

Schnäppchen werden überall gesucht - online und offline. Foto: Kemal Calik

Schnäppchen werden überall gesucht - online und offline

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So recht überraschend ist es nicht, aber eine neue Studie bestätigt noch einmal: Ein Engagement im Internet lohnt sich nicht nur für Onlinehändler, sondern bietet auch für den stationären Einzelhandel Chancen.

Zu diesem Ergebnis kommt nun auch die aktuelle repräsentative Studie von Yahoo! Deutschland, in der das Informations- und Kaufverhalten von Konsumenten in einzelnen Branchensegmenten untersucht wurde.

Demnach hat das Internet auch in technikfernen Branchen wie Bekleidung und Schuhe oder auch Möbel und Wohnaccessoires die Gunst der Kunden erobert. 64 Prozent der Netznutzer gaben an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten einen Artikel aus dem Bereich "CD/DVD, Spiele, Software" online gekauft haben, vier von zehn Befragten haben in diesem Zeitraum Artikel aus dem Bereich "Unterhaltungselektronik" im Internet erstanden.

Mode immer beliebter


Aber auch die Modebranche boomt: 62 Prozent der Befragten gaben an, Produkte aus der Kategorie "Bekleidung und Schuhe" online bestellt zu haben. Sogar "Lebensmittel" und andere Artikel des täglichen Bedarfs kauften demnach drei von zehn Befragten in einem Internetshop.

Käufe aus den Kategorien "Möbel und Einrichtungsaccessoires" sowie "Heimwerkerbedarf" gaben jeweils 28 Prozent der Verbraucher an.

Was die Information über die Produkte angeht, variiert der Recherchebedarf deutlich: Bei "Unterhaltungselektronik" gibt es für jeden zweiten Käufer keinen Einkauf ohne vorherige eingehende Informationsphase (53 Prozent). Möchte der Kunde "CD/DVD, Spiele und Software" erstehen, sind es immerhin noch drei von zehn Verbraucher und bei den "Möbeln und Wohnaccessoires" mit 27 Prozent ein gutes Viertel der Befragten.
 
"Bekleidung und Schuhe" und "Lebensmittel" werden demnach eher spontan gekauft: Hier gaben nur 13 Prozent beziehungsweise 11 Prozent der Befragten an, dass sie vor dem Kauf recherchieren.

Stationärer Handel am wichtigsten für die Recherche


Am häufigsten informieren sich die Kunden demnach im Geschäft vor Ort. Doch immer öfter erfolgt der gute alte Einkaufsbummel zum Preisvergleich und Information statt per Schaufenster über das Browser-Fenster.

So teilen sich der Einzelhandel und das Internet den ersten Platz der am häufigsten genutzten Recherchequellen vor dem Kauf: Im Bereich "CD/DVD, Spiele und Software" sowie "Unterhaltungselektronik" liegt das Internet mit jeweils 84 Prozent sogar vor dem Einzelhandel.

Der stationäre Handel führt dagegen bei "Bekleidung und Schuhe" (67 Prozent) sowie "Möbel und Wohnaccessoires" (69 Prozent) die Rangliste an, also bei Produkten, wo Faktoren wie Design, Haptik und Passform von zentraler Bedeutung sind und es große Qualitätsunterschiede gibt.

Lebensmittel-Prospekte


Deutlich abgeschlagen zeigen sich traditionelle Werbemittel wie Kataloge, Prospekte und kostenlose Anzeigenblätter, die als Informationsquelle für die Kunden nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Die einzige Ausnahme bildet der Bereich "Lebensmittel": Hier werden noch oft Prospekte (54 Prozent) und kostenlose Anzeigenblätter (56 Prozent) zu Rate gezogen.

Zur Studie
Die Branchenstudie "Das Web als zentrales Element für die Kaufentscheidung im Einzelhandel" wurde von Enigma GfK Medien- und Marktforschung GmbH im Auftrag von Yahoo! Deutschland im Januar 2010 durchgeführt. Dafür wurden 1.500 Personen über ein Onlinepanel befragt. Die Stichprobe sei anhand der Kriterien Alter, Geschlecht und Bildung für die deutschen Internetnutzer repräsentativ, so die Konsumforscher.

wim

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