Technik & Web

M-PAYMENT | 05.09.2012

MPreis ermöglicht Bezahlen mit dem Smartphone

Die Tiroler Lebensmittelkette MPreis bietet ihren Kunden seit dieser Woche das Zahlen mit dem Smartphone an. In Kooperation mit der HypoTirol ersetzt eine App die Geldbörse - und kommt ohne NFC-Technik aus.

Foto: MPREIS

MPREIS führt das Bezahlen mit dem Smartphone ein.

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Während der gesamte Markt für bargeldlose Zahlungslösungen dem 12. September entgegenfiebert, von dem eine Antwort auf die Frage erhofft wird, ob das iPhone 5 nun der NFC-Technik zum Durchbruch verhilft, zeigt ein Tiroler Lebensmittelhändler, dass das Bezahlen mit dem Smartphone im Supermarkt auch ohne Near Field Communication funktioniert.

Seit dieser Woche können die Kunden der Hypo Tirol Bank in sechs MPreis-Filialen in Innsbruck und Völs ihre Einkäufe mit der sogenannten "Secure Shopping"-App bezahlen. Bis Ende November sollen 80 weitere Märkte hinzukommen. "Schritt für Schritt werden alle 207 MPreis-Standorte den neuen Service offerieren", erläutert Unternehmenssprecherin Ingrid Heinz gegenüber derhandel.de.

Scanner-Kasse erfasst den Strichcode des Smartphones


Die Kunden müssen die App, die für iPhones und Android-Geräte zur Verfügung steht, zunächst mit Hilfe ihres Online-Banking-Kontos bei der HypoTirol aktivieren. An der Supermarktkasse erscheint auf dem Smartphone-Display gegen Eingabe einer PIN dann ein Strichcode, der wiederum von der Scanner-Kasse erfasst wird, womit der Bezahlvorgang abgeschlossen ist.

"Die Zahlung erfolgt in Millisekunden und hochsicher über den einmaligen Bezahlcode", erläutert Michael Suitner, Geschäftsführer der Secure Payment Technologies und Entwickler der App. Dank der Vorab-Autorisierung würden keine sensiblen Kunden- oder Bankdaten auf dem Handy gespeichert.

Transaktionskosten auf dem Niveau von Bankomat-Gebühren


"Das Bezahlen mit Handy funktioniert so schnell, dass es unsere Kassenmitarbeiter beim Testlauf gar nicht glauben konnten", schildert Ingrid Heinz, Unternehmenssprecherin bei MPreis, die ersten Eindrücke. Für den Händler mit Niederlassungen in Tirol, Südtirol und Kärnten fallen bei der Bezahlung mit dem Smartphone Transaktionskosten an, die mit den Gebühren des nationalen Debitkartensystems Bankomat (Maestro, V-Pay) vergleichbar seien, erläutert Heinz gegenüber derhandel.de.
 
Aus Sicherheitsgründen sind die mobilen Zahlungen zunächst auf zehn Transaktionen pro Tag und einen Höchstbetrag von 100 Euro limitiert. Der Strichcode auf dem Display ist jeweils nur für vier Minuten gültig.

Über eine Zusammenarbeit mit anderen Banken oder eine Erweiterung der Lösung auf NFC-Basis sei noch keine Entscheidung getroffen. "Es handelt sich zunächst um ein Pilotprojekt. Wir testen nun erstmal, wie der neue Service bei den Kunden aufgenommen wird und sehen dann weiter", so Heinz. MPreis rüstet die Kassen derzeit auf Scannerkassen des Herstellers GK Software AG um.

Hanno Bender

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