Technik & Web

VERSANDHANDEL | 02.02.2010

Mehr als die Hälfte des Umsatzes im Internet erzielt

Gegen den Branchentrend konnte der Versandhandel im vergangenen Jahr Umsätze gewinnen. Das boomende Geschäft im Internet bescherrt den Versendern neue Rekorde.

Die Umsätze der Versender im Netz wachsen. Klassische Bestellwege verlieren an Bedeutung.

Die Umsätze der Versender im Natz wachsen. Klassische Bestellwege verlieren an Bedeutung.

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Der Wirtschaftskrise zum Trotz wuchsen der Versand- und Online-Handel in Deutschland  im Jahr 2009 um 1,7 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 29,1 Milliarden Euro. "Treiber, Schrittmacher und Impulsgeber dieser erfreulichen Entwicklung ist das Internet", bilanzierte Thomas Lipke, Geschäftsführer des Outdoorausrüsters Globetrotter und Vorsitzender des Ausschusses E-Commerce im Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) auf der heutigen Pressekonferenz des Verbandes in Hamburg.

Erstmals in der Geschichte des Versand- und Online-Handels erzielte die Branche im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte ihres Umsatzes über das Internet (53,3 Prozent). Der Online-Umsatz mit Waren legte um rund 16 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu.

Bedeutung der klassischen Bestellwege sinkt


Der Umsatzanteil der klassischen Bestellwege Telefon, Brief oder Fax sank hingegen von 46,5 Prozent im Jahr 2008 auf 40,9 Prozent im Jahr 2009. Der Anteil des  Versandhandels am Einzelhandel insgesamt stieg auf ein neues Rekordhoch von 7,4 Prozent.

"Die Branche hat alle Schwierigkeiten gemeistert", sagte Lipke. "Die Quelle-Insolvenz erwies sich nicht als Fanal. Mehr noch: Der Distanzhandel verzeichnete in 2009 das dritte Jahr in Folge Wachstum."

Das Internet sei zudem nicht nur der umsatzträchtigste Bestellweg für die Versender, sondern auch der meist genutzte. Insgesamt orderten im vergangenen Jahr laut Lipke 61 Prozent aller Versandkunden ihre Waren über das Internet - zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Optimistisch für neue Rekordmarken im Jahr 2010


Quelle: bvh

Versand- und Onlinehandel: Umsatzentwicklung und Prognose

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Auch für das laufende Jahr ist der Verband optimistisch: "Wir rechnen erneut mit zweistelligem Umsatzwachstum im Internet und einem Branchenwachstum von rund zwei Prozent - auf dann 29,7 Milliarden Euro, von denen mindestens 17,1 Milliarden Euro online erzielt werden", prognostizierte Lipke.

Die Umsatzdaten des Verbandes basieren auf der repräsentativen Verbraucherstudie "Distanzhandel in Deutschland 2009" des Forschungsinstitut TNS Infratest, die im Auftrag des bvh erstellt wird.

hb

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