Donnerstag 09.02.2012
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Technik & Web

Das Handy kann's, die Shops aber nicht: Einkaufen per Mobilfunk.
Der Verband fordert die Anbieter auf, das mobile Onlineshopping nutzerfreundlicher zu gestalten. "Mit mobilen Endgeräten online einzukaufen, ist zur Zeit eher ein Zukunftsszenario als ein prickelndes Konsumerlebnis", sagt Tausch.
Formatprobleme bei E-Books
So ärgerten sich in Deutschland beispielsweise viele Testkunden, die elektronische Bücher über Handys oder Smartphones herunterladen wollten. "Verlief der Erwerb noch weitgehend komplikationslos, konnte man sich aber die erworbenen Produkte nicht ansehen", bemängeln die Verbraucherschützer. Der Grund: Die E-Book-Anbieter setzen Systeme des sogenannten Digitalen Rechtemanagements (DRM) ein, deren Dateiformate selbst die marktgängigen Mobiltelefone nicht unterstützen.
In einem anderen Fall eines Musikanbieters habe sich der gesamte Bestellvorgang zwar durchführen lassen. "Doch ein Klick auf den 'Bestätigen'-Knopf zum Abschluss der Bestellung war auf unterschiedlichen Endgeräten nicht möglich."
Kinobesuch mit Platzproblemen
Bei der Test-Kinobuchung lief es nicht besser: So habe der Testkäufer zwar ein Kinoticket kaufen können, doch die Sitzplatzwahl war - trotz freier Plätze auch an anderer Stelle - ausschließlich in der vorderen linken Hälfte des Kinosaales möglich.
Auch vor Abo-Fallen beim Einkaufen mit dem Handy warnt der Verband: So landeten die Tester eines vermeintlich kostenfreien Handyspiels in einem kostenpflichtigen Abonnement, nachdem sie das Spiel heruntergeladen hatten. Zudem bemängelt Tausch immer wieder unangemessen lange Wartezeiten: "Oftmals wird der Bestellvorgang zur Qual", schreibt die vzbv.
Feldversuch mit 112 Waren und Dienstleistungen
Für die Studie hatten die vzbv sowie Verbraucherschutzorganisationen in zehn weiteren Ländern zwischen Juli und September dieses Jahres einen jeweils gleichen Warenkorb mit verschiedenen Produkten über mobile Endgeräte bestellt beziehungsweise zu bestellen versucht. Insgesamt wurden 112 Waren und Dienstleistungen über Handys und Smartphones erworben.
In den Ergebnissen gab es deutliche nationale Unterschiede: Während beispielsweise in Großbritannien fehlende Altersverifikationen bei Kindern und Jugendlichen gravierend waren, fanden die Verbraucherschützer in Norwegen heraus, dass Zahlungsmethoden mobil häufig nicht funktionieren. In Deutschland bemängeln die Verbraucherschützer die technischen Hürden, die das Einkaufserlebnis vielfach trübten.
wim
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