Technik & Web

MÖBELHANDEL | 19.01.2016

Sofakauf läuft ganz spontan

Vielen Konsumenten fällt offenbar plötzlich auf, dass sie dringend Möbel brauchen. Denn jeder dritte Onlinenutzer fängt erst kurz vor dem Kauf an, sich über die Einrichtungsgegenstände zu informieren.

Karsten Jipp; Koelnmesse imm

Heut kauf ich mal ein Sofa. Foto: Karsten Jipp; Koelnmesse imm

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Der Beim Kauf von Einrichtungsgegenständen fackeln die Deutschen nicht lange. Zumindest diejenigen Konsumenten, die sich zuvor im Internet umschauen: Jeder dritte Onlinenutzer beginnt erst wenige Stunden vor dem Kauf mit der Suche nach Couch & Co. Jeder fünfte lässt die Entscheidung zumindest ein paar Tage reifen, hat das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag des Technologiekonzerns Google herausgefunden.

Diese kurze Entscheidungsphase entspringt demnach bei 57 Prozent einem dringenden Bedarf nach dem Einrichtungsgegenstand.

Ein solcher Bedarf ist beispielsweise das so genannte Cocooning-Phänomen, also der Wunsch, sich die eigenen vier Wände gemütlich zu gestalten, um sich auf die Wintermonate einzustellen.

Zur aktuellen Hochsaison für die Einrichtungsbranche rät Google Händlern daher, den Onlinenutzern Angebote zu machen. Denn auf dem zweiten Platz der Gründe, warum die befragten Konsumenten Möbel kaufen, steht der Umfrage zufolge die Promotion: Jeder fünfte deutsche Onlinenutzer ist durch ein Angebot auf die erworbenen Einrichtungsgegenstände aufmerksam geworden. Zu einem Impulskauf lässt sich jeder Sechste verführen.

Auf allen Kanälen


Zudem könnten Multichannelhändler punkten: Während klassische Einrichtungshäuser längst auch eigene Webshops betreiben, verlegten sich nun auch reine Onlinehändler auf erste Showrooms und Ladengeschäfte. "Damit sind die Verkäufer genau am Puls der Zeit, denn online und offline gehen beim Kauf von Einrichtungsgegenständen Hand in Hand", heißt es in der Pressemitteilung.

Denn vier von zehn Internetnutzern, die einen Einrichtungsgegenstand gekauft haben, suchen sowohl im Netz als auch in stationären Geschäften danach. Jeder Dritte recherchiere und kaufe alles vom Teppich bis zum Schrank nur noch über das Internet. Ausschließlich offline recherchieren und shoppen demnach noch 48 Prozent der Befragten.

Darüber hinaus komme auch die Einrichtungsbranche an Mobile als Absatzkanal nicht mehr vorbei. Jeder fünfte Online-Recherchierer suche mittlerweile Möbel, Deko & Co. auch über das Smartphone. 19 Prozent der Onlinekäufer kaufen demnach die Einrichtungsgegenstände sogar auf mobilen Endgeräten. Umso wichtiger seien mobiloptimierte Shops, entweder als Weblösung oder als App.

Weitere Auswertungen aus dem Consumer Barometer finden Sie hier

wim

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