Mittwoch 22.05.2013
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Der Online-Brillenhändler Mr. Spex kooperiert mit lokalen Optikern
Diese Zusammenarbeit dürfte nicht allen in der Branche gefallen: Bislang war ein gewichtiges Argument gegen den Brillenversand, dass bei sogenannten Korrektionsbrillen das Know-how des Augenoptikers und der direkte Kundenkontakt unerlässlich sei.
Das Partnerprogramm startet demnach mit 23 Optikern, die über insgesamt 30 Filialen hauptsächlich in den großen Ballungsräumen Deutschlands verfügen. Dazu zählen Berlin, Hamburg, Köln und München, die Region Stuttgart, der Großraum Frankfurt und das Ruhrgebiet. Mister Spex plant, im Laufe des kommenden Jahres ein flächendeckendes Netzwerk mit lokalen Partnern aufzubauen.
Marktanteil ausbauen
"Bisher stehen Online- und Offline-Optiker in Konkurrenz zueinander. Das ändern wir mit unserem gemeinsamen Konzept, denn es bietet Vorteile für beide Seiten", ist Dirk Graber, Gründer und Geschäftsführer von Mister Spex überzeugt. "Wir sind online bereits erfolgreich, aber durch die Kooperation mit stationären Handelspartnern erreichen wir mehr Menschen und bieten unseren Kunden mehr Service. Dadurch können wir unseren Marktanteil ausbauen."
Auch die stationären Optiker sollen durch die Partnerschaft gewinnen, ist Graber überzeugt und wirbt um weitere Partner. "Sie können durch die Zusammenarbeit von unserem Wachstum als Onlinehändler profitieren", sagt er. "Denn neben Mehreinnahmen für die erbrachten Dienstleistungen und einer Umsatzbeteiligung tragen auch unsere Werbe- und PR-Maßnahmen sowie die Exklusivität des Netzwerks zu ihrem Erfolg bei. Damit haben sie den großen Optikerketten etwas entgegenzusetzen, mit denen wir nicht zusammenarbeiten."
Graber schätzt, dass das Umsatzpotenzial eines Multi-Channel-Konzeptes bei Korrektionsbrillen drei- bis viermal so hoch ist wie bei einem reinen Internetmodell.
Vorteile für Kunden
Aus Verbrauchersicht sei das Partnerprogramm eine sinnvolle Weiterentwicklung des Online-Vertriebs. Laut einer kürzlich durchgeführten Marktforschungsstudie von Elke Dobisch Marktforschung (München) im Auftrag von Mister Spex punkteten stationäre Optiker bei ihren Kunden vor allem mit Sehtests, persönlicher Beratung und Anpassung der Brillenfassungen, während im Internet das Sparpotenzial, die umfangreiche Auswahl an Produkten sowie der bequeme Einkauf zu jeder Tageszeit im Vordergrund stünden.
wim
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