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NECKERMANN-INSOLVENZ | 25.07.2012

DHL stoppt Auslieferung bei Neckermann

Die Situation beim insolventen Versender Neckermann spitzt sich zu: Der Paketdienst DHL stoppt die Auslieferung, der Versand soll bereits weitgehend zum Erliegen gekommen sein. Vertriebspartner warten auf ihr Geld. (Aktualisiert)

Foto: Hanno Bender

Die Situation bei Neckermann spitzt sich zu.

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"Es ist jetzt wichtig, dass die Kunden spüren: Verkauf, Versand und Service gehen weiter", beteuerte Michael Frege unmittelbar nachdem er zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Neckermann bestellt wurde.

Die Geschäfte laufen weiter, bemühten sich Frege und sein Kollege Joachim Kühne von der Kanzlei CMS Hasche Sigle zu versichern. Schließlich wollen sie das Traditionsunternehmen möglichst schnell an einen Investor verkaufen und bis dahin nicht die letzten treuen Kunden verlieren.

Lieferanten stellen Tätigkeit ein


Doch laut einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" (FR) vom heutigen Dienstag stapeln sich auf dem Hof der Frankfurter Neckermann-Zentrale die Pakete. Speditionen wie die DHL hätten ihre Tätigkeiten für Neckermann eingestellt, weil sie um ihre Bezahlung fürchten, so der Bericht.

Inzwischen hat der Paketdienstleister DHL auf Nachfrage von derhandel.de bestätigt, dass man die Auslieferung am Standort Frankfurt eingestellt hat.

In der Kanzlei der vorläufigen Insolvenzverwalter wollte man zum Lieferstopp keine Stellungnahme abgeben, man werde sich erst in der kommenden Woche zum Neckermann-Verfahren äußern. Von Neckermann selbst war keine Stellungnahme zu erhalten.

Eine weitere dringliche Herausforderung für die Insolvenzverwaltung sind die rund 150 Vertriebspartner, die Neckermann.de als Plattform für den Verkauf ihrer Produkte nutzen. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung warten viele dieser Handelspartner derzeit vergeblich auf ihr Geld, da Neckermann die Kundengelder einbehält.

hb

Update (17:51 Uhr): Ab morgen wird DHL vorerst nun doch wieder die Auslieferung von Neckermann-Sendungen übernehmen. In Gesprächen mit den Warenkreditversicherern und Lieferanten habe man ein Einigung erzielen können, berichtet Insolvenzverwalter Frege gegenüber dem Handelsblatt. Der Warenverkehr sei nun gesichert der Lieferstau aus den Tagen der Insolvenz könne wieder abgebaut werden. Auch eine Pressemitteilung des Unternehmens wurde im Anschluss versandt.

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