Technik & Web

E-PAYMENT | 20.10.2012

Onlinehändler sind bei neuen Zahlmethoden skeptisch

Noch sind neue Zahlverfahren wie "Bezahlen über Amazon" oder "Google Checkout" für die meisten Onlinehändler uninteressant, zeigt das aktuelle E-Payment-Barometer.

Im Onlinehandel ist die breite Akzeptanz von Zahlungsmöglichkeiten wichtig.

Im Onlinehandel ist die breite Akzeptanz von Zahlungsmöglichkeiten wichtig

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Nach wie vor bieten die meisten Onlinehändler Zahlung auf Rechnung, PayPal und Kreditkartenzahlungen sowie die Lieferung gegen Vorkasse an. Hingegen sind neue Zahlverfahren über sogenannte Intermediäre wie "Bezahlen über Amazon" oder "Google Checkout" für die Mehrzahl der Onlinehändler noch uninteressant, zeigt das aktuelle E-Payment-Barometer, eine gemeinsame Befragung des Instituts ibi research an der Universität Regensburg, des Wirtschaftsmagazins Der Handel und des Kreditkartenunternehmens MasterCard.

Die aktuelle Befragung unter Onlinehändlern mit dem Schwerpunkt "Zahlung über Intermediäre" hat erstmals die Einstellung gegenüber neuartigen Zahlverfahren im E-Commerce über Anbieter wie Amazon, Google, Postpay oder Rakuten untersucht. Während mit 52 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten angibt, dass eine solche Integration in den eigenen Webshop nicht von Interesse ist, ist 18 Prozent diese Form der Zahlungsmöglichkeit sogar unbekannt.

Potenzial vorhanden


Gleichwohl sehen Händler Potenzial, dass ein solches Verfahren zukünftig eine Zahlmöglichkeit im E-Commerce-Umfeld darstellen könnte. Dabei wird jedoch von rund der Hälfte der Befragten nur dem „Bezahlen über Amazon“ positive Erfolgsaussichten zugeschrieben. "Google Checkout" kommt hier noch auf rund 25 Prozent. Die Einführung derartiger Zahlverfahren könnte nach Meinung der Onlinehändler vor allem die Zahlung durch Vorkasse (22 Prozent) und über PayPal (31 Prozent) ersetzen.

Gleichzeitig werden mit der Integration solcher intermediärer Zahlverfahren auch Bedenken verbunden. So äußerten drei von vier der Befragten die Sorge, dass der weltgrößte Onlinehändler Amazon sein Zahlverfahren dafür nutzen könnte, sein eigenes Produktangebot durch die Drittanbieter zu optimieren. Rund die Hälfte äußert zudem Bedenken, dass eine solche Zahllösung den Preiswettbewerb anheizen könnte.

"Besonders die hohe Zahl an ablehnenden Bewertungen durch die befragten Onlinehändler und die Unkenntnis dieser über die neuartigen Angebote zeigt, dass die Zahlung über Intermediäre derzeit noch nicht vollständig im deutschen E-Commerce-Markt angekommen ist", so Dr. Georg Wittmann, Senior Consultant bei ibi research.

Anforderungen an Zahlverfahren


Die zentralen Anforderungen an ein Zahlverfahren im E-Commerce sind im Vergleich mit vorherigen Befragungen langfristig stabil. Zu den drei wichtigsten Punkten zählen für Händler nach wie vor die Akzeptanz und Verbreitung des Verfahrens (69 Prozent), der Schutz vor Zahlungsausfällen (60 Prozent) sowie die Kosten des Verfahrens (57 Prozent).

Aus Kundensicht sind besonders die Faktoren Preis, schnelle Lieferung, angebotene Zahlungsverfahren und Vertrauenswürdigkeit des Shops relevant für die Kaufentscheidung im Internet, so die Händlermeinung.

"Das E-Payment-Barometer bestätigt, dass sowohl seitens der Händler, aber auch aus Konsumentensicht im Onlinehandel Anforderungen an Zahlverfahren gestellt werden, wie sie traditionelle Zahlungslösungen wie die Kreditkartenzahlung, aber auch neuere Verfahren, wie PayPal oder sofortüberweisung.de mittlerweile gut erfüllen", erläutert Wittmann.

Das E-Payment-Barometer


Das E-Payment-Barometer ist eine Umfrage des Instituts ibi research an der Universität Regensburg und des Wirtschaftsmagazins Der Handel, die im Auftrag von MasterCard vierteljährlich durchgeführt wird.

Das E-Payment-Barometer wird vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) und dem Bundesverband der Dienstleister für Online-Anbieter (BDOA) unterstützt. Die Ergebnisse finden Sie im Internet unter: www.ibi.de/E-Payment-Barometer

DH

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