Donnerstag 09.02.2012

Technik & Web

E-COMMERCE | 01.03.2010

"Onlineshops sind keine Spielerei von mir"

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub will sich im Online-Handel an weiteren Start-ups beteiligen - um so weiter auf der Bildfläche zu bleiben. Als stationärer Händler ist er sogar neidisch aufs Web.

Tengelmann-Chef Haub:

Tengelmann-Chef Haub: "Von den Margen im Internet können wir Einzelhändler nur träumen."

+

"Die Onlineshops sind keine Spielerei von mir", sagte Karl-Erivan Haub in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Er denke an die sechste Familiengeneration. "Wir legen jetzt die Grundsteine für das künftige Geschäft unserer Kinder. Ich möchte mir nicht sagen lassen müssen: Mensch, wieso habt ihr das verschlafen? Habt ihr das mit dem Online-Handel denn nicht kommen sehen?", so der Mitinhaber des Tengelmann-Konzerns.

Haub hat folgende Vision des Einkaufens in 30 Jahren: "Vermutlich schauen wir uns die Sachen in den Geschäften an, trinken einen Kaffee und ordern dann online von zu Hause."

Traumhafte Margen im Internet


Wer beim E-Commerce nicht dabei sei, werde von der Bildfläche verschwinden. Die Gründung von Tengelmann-E-Commerce, über die sich die Gruppe in diesem Jahr noch an weiteren Start-ups beteiligen will, soll verhindern, dass es dem Mülheimer Konzern genauso geht: "Wir gucken uns jeden Tag neue Konzepte an, und ich hätte nichts dagegen, mich dieses Jahr noch an weiteren Start-ups zu beteiligen."

Mit seinen bisherigen Online-Investitionen sieht Haub sich gut aufgestellt. Mit 80 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr schreibe der neue Partner brands4friends Gewinn. Plus.de habe bereits vor einem Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro erwirtschaftet, "nicht mit Lebensmitteln, sondern mit Wohnaccesoires, Reisen, Kosmetikartikeln". Zudem hatte sich der Konzern vor einigen Wochen am Online-Schuhhändler Zalando beteiligt.

Gemessen am Gesamtkonzern, der aktuell zwölf Milliarden Euro Umsatz erwirtschafte, seien dies allerdings noch verhältnismäßig kleine Brötchen. Aber: "Von den Margen im Internet können wir Einzelhändler nur träumen", sagte Haub in der FAS.

DH

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 2/2012

Die neue Ausgabe vom Wirtschaftsmagazin Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

Frage des Tages - jetzt abstimmen!

Schlecker ist insolvent. Ist die Drogeriekette noch zu retten?

Nein, so will heute niemand mehr einkaufen.
Ja, mit einem radikalen Gesundschrumpfen.
Mal sehen. Erst einmal muss ein neues Konzept her.
Zur Ergebnissseite »

 

Jobbörse

Sie suchen einen neuen Job im Handel? Wir bieten Ihnen tausende von Angeboten.

Jetzt suchen »

Powered by monster.de