Technik & Web

E-COMMERCE | 05.10.2012

Redcoon setzt aufs Logistikzentrum Erfurt

Ein neues Logistikzentrum als Symbol für die Kraft im Onlinehandel. Redcoon will von Erfurt aus den europäischen Markt beliefern und setzt sich selbst hohe Maßstäbe.

Startseite vom Redcoon-Shop, Foto: Redcoon

Startseite vom Redcoon-Shop: Schnelle Lieferung das Ziel

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53.000 Quadratmeter Lagerfläche, nur zehn Monate Bauzeit und 200 neue Arbeitsplätze bis Jahresende. Das neue Logistikzentrum vom Aschaffenburger Online-Händler Redcoon im Erfurter Gewerbegebiet ist seit September in Betrieb und liefert beeindruckende Zahlen:

Kunden in zehn europäischen Ländern werden von der thüringischen Hauptstadt aus beliefert. 48 sogenannte Schneisen für die Lkws sollen für eine zügige An- und Auslieferung sorgen, pro Tag können bis zu 30.000 Pakete versendet werden. "Ich bin stolz auf das Großprojekt und auf alle Mitarbeiter, die es realisiert haben", sagt Redcoon-Geschäftsführer Reiner Heckel.

Noch arbeitet der Versand im Parallelbetrieb


Die Ambitionen des Händlers sind groß. "Unser Ziel ist, 99 Prozent der Lagerware noch am Tag der Kundenbestellung auf den Versandweg zu bringen", betont Logistikleiter Jens Neuner. Danach sollen Speditionen und Zustellerdienste in der Nachbarschaft für einen schnellen Transport zum Kunden sorgen. "Lagerware verlässt innerhalb von 24 Stunden nach Bestelleingang unser Haus", verspricht Neuner. "Im Moment fahren wir Parallelbetrieb: Bestandsartikel werden noch aus Aschaffenburg versendet, während neue Anlieferungen nur noch an die Erfurter Adresse gehen."

Dieses neue Logistikkraftwerk in Thüringen ist auch notwendig, denn Redcoon muss als Tochterunternehmen die Onlinegeschäfte der Konzernmutter Media-Saturn beleben. Laut dem Portal "heise online" hat Redcoon im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz in Höhe von 412 Millionen Euro erzielt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben die gesamten Onlinerlöse von Media-Saturn indes nur 322 Millionen Euro betragen.

Heckels Kampf gegen Selektivverträge


Heckel umtreibt weiterhin die Sorge, dass Hersteller ihre Premiumprodukte nicht an den Internethandel geben, sondern in stationären Läden vertreiben. "Wir reinen Onlinehändler können nur eine limitierte Auswahl an Produkten ordern, die wir dann verkaufen dürfen", sagte er unlängst. Das bremse das Wachstum des Unternehmens.

Freilich habe er nichts gegen solche sogenannten Selektivverträge zwischen Herstellern und Händlern, sagte er zu "Heise resale". Allerdings sollten diese Verträge zeitlich begrenzt sein und nicht die Einführungsphase neuer Produkte überdauern. Heckel spricht von Missbrauch. Seine Forderung: die Europäische Union soll hierzu gesetzliche Regeln erlassen.

ges

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