Technik & Web

E-COMMERCE | 10.12.2009

Tierarznei bald per Onlinehandel erhältlich

Der Versand von Medikamenten für Hunde und Katzen soll bald erlaubt werden. Die Bundesregierung reagiert damit auf Vorgaben der EU.

Tier-Arznei im Web:

Tier-Arznei im Web: "Wir begrüßen diese Initiative außerordenlich."

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Die Bundesregierung plant, den Versand von Tierarzneimitteln zuzulassen. Wie der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) erfahren hat, ist eine Gesetzesänderung geplant, die den Arzneiversandhandel für Haustiere erlauben soll.

"Wir begrüßen diese Initiative außerordentlich", sagt der BVDVA-Vorsitzende Christian Buse. Damit erfülle sich der Wunsch vieler Haustierhalter nach dem Service und den günstigen Preisen der Versandapotheken. Grund für das Umdenken der Bundesregierung war offensichtlich das von der EU-Kommission angedrohte Vertragsverletzungsverfahren.

Die EU machts möglich


Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor sechs Jahren den Versandhandel mit rezeptfreien Medikamenten zur gemeinschaftsrechtlichen Pflichtsache erklärt hat, kündigte die EU-Kommission im Sommer an, jetzt auch den Versand von apothekenpflichtigen Tierarzneimitteln durchzusetzen.

Die Bundesregierung hat nun in ihrem Antwortschreiben an die EU-Kommission  angekündigt, hier zu Lande rechtliche Anpassungen vorzunehmen. Durch Änderungen im Arzneimittelgesetz soll der Versandhandel für nicht-verschreibungspflichtige Veterinärarzneimittel erlaubt werden, sofern die behandelnden Tiere nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Heimtiere in Deutschland


In mehr als einem Drittel aller deutschen Haushalte werden Tiere gehalten. Nach Angaben des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) leben in deutschen Haushalten rund 23,3 Millionen Heimtiere. Katzen stehen in der Beliebtheitsscala ganz oben: So leben 8,2 Millionen Katzen in deutschen Haushalten, gefolgt von Hunden (5,5 Millionen) und Kleintieren (6,2 Millionen).

Das Wohl ihrer vierbeinigen Freunde lassen sich die Deutschen auch durchaus was
kosten: Der Umsatz des Heimtierbedarfs-Marktes beläuft sich nach Angaben des IVH auf 3,5 Milliarden Euro. Rezept- und apothekenpflichtigen Arzneimittel sind hier nicht enthalten.

wim

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