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VERSANDHANDEL | 21.09.2011

Otto will Apotheke werden

Drogerieketten sind bereits im Apothekengeschäft aktiv - nun drängt es auch den größten Versandhändler Deutschlands auf den lukrativen Markt. Otto will noch in diesem Jahr einen Test starten.

Otto-Zentrale in Hamburg, Foto: Otto Group

Otto-Zentrale in Hamburg: Apothkenplattform geplant

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Otto drängt es ins Apothekengeschäft. "Wir planen den Aufbau einer Internetplattform, über die Apotheken als unsere Partner Arzneimittel anbieten können", sagte Unternehmenssprecher Thomas Voigt dem "Hamburger Abendblatt".

Der Zeitung liegen Informationen vor, wonach der Versandhändler noch in diesem Jahr einen entsprechenden Test starten will. Etwa zehn Apotheken aus Hamburg, dem Sitz von Otto, sollen eingebunden werden. Bei erfolgreichem Ausgang soll das Angebot bundesweit umgesetzt werden, allerdings wohl vorerst nur für rezeptfreie Medikamente.

Jahresgebühr und Umsatzbeteiligung


Laut "Hamburger Abendblatt" sollen die Kunden ihre Arznei über eine neue Internetplattform bestellen können. Otto sorge hierbei für den kompletten Bestellvorgang inklusive Bezahlvorgang. Die Auslieferung obliegt den stationären Partnerapotheken als Vertragspartner von Otto.

Apotheken, die von diesem System profitieren wollen, müssen Vertragspartner des Versandhändlers werden, schreibt das "Abendblatt". Dafür seien Lizenzgebühr sowie Umsatzprovision an Otto zu entrichten. Der Branchendienst "Apotheke adhoc" schreibt von 1.000 Euro Jahresgebühr pro Apotheke und 15 Prozent Umsatzbeteilung. Otto-Sprecher Voigt bestätigte diese Zahlen nicht.

Laut Abendblatt lief für Otto die Suche nach Parnterapotheken schleppend. Angeblich sei der Teststart bereits für Juli vorgesehen gewesen, musste aber mangels Nachfrage verschoben werden.

ges

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