Donnerstag 09.02.2012

Technik & Web

COMPUTER- UND VIDEOSPIELE | 14.08.2010

Videospiele: Mehr Fans, weniger Umsatz

Computerspiele sind zum Volkssport geworden. Trotzdem musste die erfolgsverwöhnte Branche 2009 einen Umsatzrückgang hinnehmen - zum ersten Mal seit sieben Jahren.

Spieler aller Altersklassen auf der gamescom. Foto: gamescom/Messe Köln

Spieler aller Altersklassen auf der gamescom in Köln

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Drei von zehn Deutsche ab 14 Jahren spielen mit PC, Smartphone, TV-Gerät oder Konsolen – das sind 21 Millionen Personen. Der Anteil bei den Männern ist mit 32 Prozent nur noch geringfügig höher als bei den Frauen mit 27 Prozent, meldet der Branchenverband Bitkom.

Demnach spielen vier von fünf Jugendlichen - doch auch deren Eltern "daddeln“ inzwischen immer öfter: Von den 40- bis 49-Jährigen sind fast 30 Prozent digitale Spieler, bei den 50- bis 59-Jährigen ist es jeder Sechste.

Sehen Sie hier die Sendung MittelstandTV mit einem Bericht über die Videospielmesse Gamescom.

"Computerspiele kommen raus aus der Nische der Freaks und finden Verbreitung in allen Kreisen und Altersklassen der Bevölkerung", ist Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder überzeugt.

Neue Technologien führten derzeit zu einem großen qualitativen Sprung: "Mobilität, Online-Fähigkeit, hochauflösende Bilder und neue Bedienmöglichkeiten lassen virtuelle und reale Welten verschmelzen", sagte Rohleder.

Erster Umsatzrückgang seit sieben Jahren


Trotz der Spielbegeisterung legte die deutsche Videospielbranche nach Jahren des Wachstums 2009 erstmals eine Verschnaufpause ein: Im vergangenen Jahr gaben die Konsumenten für Software und Online-Games 1,8 Milliarden Euro aus – 2,4 Prozent weniger als 2008.

Das ist der erste Rückgang in der Spieleindustrie seit sieben Jahren, meldet die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).  Damit habe sich auch Deutschland nicht gegen den Trend rückläufiger Umsätze auf den großen europäischen Spielemärkten zur Wehr setzen können.

Für das laufende Jahr sei laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook: 2010 - 2014" eine minimale Erlössteigerung um 0,4 Prozent auf knapp 1,81 Milliarden Euro zu erwarten.

wim

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