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ZAHLVERFAHREN | 05.04.2012

MasterCard und LBB starten kontaktloses Zahlen mit Smartphone

MasterCard bietet nun in Kooperation mit der Landesbank Berlin das mobile Bezahlen mit dem Smartphone an. Die erste Transaktion wurde an einer Aral-Tankstelle durchgeführt.

Nun kann man auch in Deutschland mit dem Smartphone zahlen. Foto: MasterCard

Nun kann man auch in Deutschland mit dem Smartphone zahlen. Foto: MasterCard

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In Kooperation mit der Landesbank Berlin AG (LBB) bringt die Kreditkartenorganisation MasterCard das mobile Bezahlen mit dem Smartphone nun auch nach Deutschland. An einer Aral Tankstelle bei Köln wurde erstmals mobil per iPhone bezahlt. Die Abwicklung erfolgte demnach über eine ADAC Kreditkarte, die zuvor in der mobilen "Wallet-Applikation" hinterlegt wurde.

Bereits im Sommer 2011 hatte der Tankstellenbetreiber BP/Aral verkündet, alle Kassenterminals in Deutschland, der Schweiz und in Großbritannien auf das so genannte PayPass-Verfahren von MasterCard umzustellen.

Bei dieser "Near Field Communication"-Technologie (NFC) können Kunden ohne PIN-Eingabe und ohne Unterschrift per Karte zahlen. Es genügt, die Bank- oder Kreditkarte für einige Sekunden in die Nähe eines NFC-Lesegerätes an der Kasse zu halten.

Hier beantwortet derhandel.de die wichtigsten Fragen zur Kontaktlosen Kartenzahlung.

Künftig werden immer mehr Inhaber einer ADAC MasterCard den Service des mobilen Bezahlens mit PayPass nutzen können, wirbt die Kreditkartenorganisation. Die LBB verspricht sich von der Kooperation mit MasterCard weitere Erfahrungen im Bereich des mobilen Bezahlens.

Personalisierte Smartphones


Technologiepartner für das mobile Bezahlen sind Swiss Post Solutions und Vivotech. Das Gerät wird dabei mit dem Kunsstoffgehäuse "iCaisse1" versehen, das sowohl über eine microSD-Karte als auch eine NFC-Antenne verfügt. In einer ersten Phase werden zunächst einige iPhones mit dem iCaisse ausgegeben.

Die für die Zahlung notwendigen Daten und so genannten EMV-Schlüssel werden von Swiss Post Solutions entsprechend personalisiert und auf der microSD-Karte gespeichert. Der Zugriff darauf sei nur unter Nutzung hochsicherer Verschlüsselungs- und Zugangsverfahren möglich.

Zusammen mit der entsprechenden mobilen Wallet-Applikation werde das Smartphone so zur Kreditkarte. Kunden können demzufolge zwischen zwei Optionen wählen: Beim automatischen Modus werden Summen bis zu 25 Euro ohne Passworteingabe freigegeben, der manuelle Modus fragt vor einer Bezahlung das zuvor festgelegte Passwort ab.

"Die einfache, bequeme und gleichzeitig sichere Bezahlung spielt für uns eine entscheidende Rolle", sagt Dr. Tilo Schürer, Leiter Direktmarketing der Landesbank Berlin. "MasterCard PayPass basiert auf denselben Sicherheitsstandards wie die Chip- und PIN-Technologie und ist weltweit im Echtbetrieb erfolgreich."

350.000 Akzeptanzstellen weltweit


Aktuell kann laut MasterCard neben Deutschland in 36 weiteren Ländern an mehr als 350.000 Akzeptanzstellen kontaktlos bezahlt werden.

PayPass wird neben den Tankstellenketten BP/Aral und star/Orlen demnach auch bei HDS Retail am Frankfurter oder Berliner Flughafen, der Systemgastronom Vapiano, die famila Warenhäuser, Galeries Lafayette und die Douglas Gruppe mit den fünf Geschäftsbereichen Douglas, Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel akzeptiert.

In Österreich hat die Einzelhandelskette Zielpunkt die nationale Einführung von PayPass in der Alpenrepublik angekündigt.

wim

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