Technik & Web

ZAHLVERFAHREN | 08.05.2012

Mastercard startet mit PayPass Online

Im Wettbewerb mit PayPal, Checkout by Amazon und anderen Zahlungslösungen will Mastercard mit den "PayPass Wallet Services" Boden gut machen. Das offene Wallet-Konzept soll für Händler und Kunden einfach und sicher nutzbar sein - weltweit und auf allen Kanälen.

Foto: Mastercard

Daheim und unterwegs: Mit PayPass Wallet will Mastercard beim Kunden punkten.

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Der Kreditkartenanbieter Mastercard startet mit den "PayPass Wallet Services" eine neue cloudbasierte Zahlungslösung für Smartphones und E-Commerce. "Wir wollen die schnelle und bequeme Art des Bezahlens, die der Kunde durch PayPass im stationären Handel kennt, auch beim Onlineeinkauf ermöglichen", erläutert Christian Stolz, Deutschland-Chef von Mastercard gegenüber derhandel.de.

Erste Partner der PayPass-Wallet sind die Fluggesellschaft American Airlines und der amerikanische Buchhändler Barnes & Noble, wie Mastercard gestern auf der CTIA-Konferenz in New Orleans bekannt gab.

Mit PayPass-Wallet soll PayPass den Sprung ins Netz schaffen


Ein wesentlicher Bestandteil der Mastercard Wallet-Lösung ist das neue E-Payment-Verfahren PayPass Online. Internetanbieter können ihren Kunden durch die Einbindung von PayPass Online eine neue Zahlungsmöglichkeit anbieten. Für die Integration entstehen laut Arne Pache, Head of Emerging Payments von Mastercard Europa, keine zusätzlichen Kosten seitens Mastercard zum bestehenden Kreditkarten-Akzeptanzvertrag. Die technische Einbindung des "Buy with PayPass"-Buttons erfolgt über einen Website-Service.

Foto: Mastercard

Der PayPass-Button soll den schnellen Checkout im Netz ermöglichen.

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Sämtliche Besitzer einer Mastercard können sich unabhängig von der kartenausgebenden Bank im Internet für die PayPass Wallet registrieren und  - vergleichbar dem PayPal-Verfahren - eine bevorzugte Zahlmethode für ihre virtuelle Geldbörse festlegen. "Das kann eine Mastercard sein, es kann aber auch eine Visa- oder American Express-Karte oder die Wallet-Lösung eines Mobilfunk-Carriers sein", betont Pache die Offenheit des Konzepts. "Wir haben nicht den Anspruch, die allein selig machende Wallet anzubieten. Der Kunde wird entscheiden, welche Angebote er bevorzugt".

Über die PayPass-API-Schnittstelle, ein weiterer Baustein der PayPass-Wallet-Services, steht die Mastercard-Lösung anderen Wallet- und Kartenanbietern offen. "Große Handelsunternehmen können sich für ihre eigenen Walletlösungen mit Hilfe der offenen Schnittstelle in die PayPass Wallet das weltweite Akzeptanznetz von Mastercard erschließen", erläutert Pache im Gespräch mit derhandel.de. "Über die API-Schnittstelle lassen sich die Vorteile von proprietären Insellösungen mit denen des globalen Akzeptanznetzes verbinden", wirbt Pache. Von Drittanbieter in der PayPass-Wallet erhebt Mastercard keine Integrations- oder Transaktionsgebühren.

Mit einem offenen Konzept verlorenen Boden gut machen


Foto: Mastercard

Next Step: Auch die Zahlung am POS soll mit der Wallet möglich werden.

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Mit der PayPass Wallet will Mastercard verlorenen Boden im E-Payment zurückerobern und eine Konvergenz der Bezahlung über die verschiedenen Kanäle - online, stationär, mobil - herstellen. "Wir wollen dieselbe Nutzererfahrung in allen Bezahlsituation ermöglichen - schnell, bequem, sicher", erklärt Pache. "Dabei werden wir uns im Gegensatz zu konkurrierenden Verfahren nicht in die Beziehung Kunde-Händler oder Kunde-Bank einmischen".

Um mit der PayPass-Wallet auch per Smartphone an PayPass-fähigen Kassen im stationären Handel zahlen zu können, müssen die Kreditkartendaten dann noch auf ein NFC-fähiges Handy gelangen. In Kooperation mit Google Wallet zeigt Mastercard breits in den USA, wie dies funktionieren kann.

Bis Nutzer der PayPass-Wallet in Deutschland mit ihrem Smartphone an Kassen mit PayPass-Akzeptanz kontaktlos zahlen können, muss sich hierzulande freilich noch eine Bank finden, die sich um die Integration der Kreditkarte in das Handy kümmert - und die damit verbundenen Kosten nicht scheut.

An Wallet-Lösungen für das Smartphone arbeiten derzeit eine ganze Reihe von unterschiedlichen Anbieter von der Otto Group über Google bis hin zu Vodafone, Telekom und Tefefonica. Alle haben das erklärte Ziel, ihren Kunden eine kanalübergreifende Zahlungslösung an die Hand zu geben.

Hanno Bender

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