Technik & Web

E-COMMERCE | 07.09.2012

Neckermann-Insolvenz zieht Happy-Size.de mit

Die Neckermann-Tochter Happy Size hat ebenfalls Insolvenz angemeldet. Der Versender für große Größen meldet allerdings, dass er aussichtsreiche Gespräche mit einem strategischen Investor führt.

Foto: Happy-Size.de

Auch Neckermanntochter Happy Size hat nun Insolvenz angemeldet

+

Nun hat es auch die Happy Size Company erwischt: Die Tochter des insolventen Onlinehändlers Neckermann hat ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt. "In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Happy Size-Company Versandhandels GmbH ... ist am 4.09.2012 um 15.00 Uhr die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Schuldnerin angeordnet worden", teilt das Amtsgericht Frankfurt am Main mit. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist demnach Rechtsanwalt Niklas Lütcke, CMS Hasche Sigle, bestellt worden.

"Dieser Schritt wurde notwendig, um insbesondere Risiken für die Happy Size-Company aus der Neckermann Konzerninsolvenz zu vermeiden",  heißt es in einer Pressemitteilung von Happy Size. "Die Geschäftsführung der Happy Size - Company erklärte jedoch, dass es sehr aussichtsreiche Gespräche mit einem strategischen Investor aus der Versandhandelsbranche gebe. Ein Abschluss der Übernahmegespräche wird kurzfristig erwartet."

Der Investor sei an einer Fortführung und Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebes interessiert, so dass Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben können und Ware weiterhin ausgeliefert wird.

Spezialversender für große Größen


Happy Size versendet seit 1998 Mode für Frauen – und inzwischen auch Männern – mit großen Konfektionsgrößen. Der Spezialversender mit einem Umsatz von 77 Millionen Euro im Jahr 2010 galt eigentlich als recht erfolgreich. Noch Ende Juli teilte die Geschäftsführung mit, dass das Unternehmen nicht durch die Insolvenz der Neckermann.de betroffen sei:

"Selbstverständlich werden wir alles daran setzen Ihre Bestellungen, wie auch zuvor, direkt zu bearbeiten und zum Versand zu bringen. Allerdings kann es, geschuldet der Situation, zu intern bedingten Lieferverzögerungen kommen", hieß es damals. "Für Ihren Vertrauensvorschuss, trotz der Schwierigkeiten unseres Mutterkonzerns, danken wir Ihnen schon jetzt! Sie können sich sicher sein, dass wir unseren Fokus noch stärker auf die Zufriedenheit unserer Kunden ausrichten werden."

Stühlerücken als Managementprinzip


Neckermann.de schloss im Rahmen der eigenen Insolvenz den Verkauf des Textilspezialisten nicht aus. Im Rahmen der vollständigen Übernahme des Versenders durch den Investor Sun Capital im Zuge der Arcandor-Insolvenz im Jahr 2010 kam es zu einem abermaligen Umbau des Managements bei Neckermann, damals verließ auch der langjährige Happy Size-Geschäftsführer Karsten Heinz das Unternehmen.

Bereits 2008 trat die gesamte Führungsmannschaft von Neckermann.de zurück, weil der damalige Mehrheitseigentümer Sun Capital ein Management-Buy-out, also die Weiterführung des Unternehmens in Eigenregie, ablehnte.

Sybille Wilhelm

Anzeige

 


Diesen Artikel verlinken:
Twitter Facebook
LinkedIn

Impressum | Datenschutz | Kontakt

Copyright: Deutscher Fachverlag GmbH; Anregungen & Kommentare an info@derhandel.de
Credits: Konzept & Layout SamArt Gbr
Credits: Konzept, Projektmanagement, Programmierung und technische Realisation dfv Internet-Service

Twitter

Anzeige

 

Anzeige

 

Printausgabe

Der Handel Ausgabe 07-08/2014

Die neue Ausgabe des Wirschaftsmagazins Der Handel ist erschienen!

zum Inhalt »
Infos zum Abo »

 

RETAIL ROADSHOW 2015

Retail Roadshow

Erleben Sie die Local Heroes des
New Yorker Handels gemeinsam mit uns
vom 22-26. März 2015.
Infos und Anmeldung »

 

Weiterbilden. Netzwerken. Horizont Erweitern




Management-Kurse mit Hochschulzertifikat - praxisnah, auf wissenschaftlichem Qualitätsniveau

Zum Kursangebot »



Das Premium-Seminar zu aktuellen Themen der Branche - mit Hochschulzertifikat

Mehr Informationen »

 

Zahl des Monats