Unternehmen & Märkte

BABY- UND KINDERAUSSTATTUNG | 03.09.2009

Eltern und Opas in Spendierlaune

Auch in der Krise wird beim Kinderbedarf nicht gespart: Die Branche rechnet für 2009 mit einem Umsatzplus bei den Spielwaren für die Kleinsten bis drei Jahren.

Eltern und Großeltern geben mehr Geld für Baby- und Kinderbedarf aus. Foto: Procter & Gamble Service GmbH

Eltern und Großeltern geben mehr Geld für Baby- und Kinderbedarf aus.

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Es werde einen Anstieg von mindestens drei Prozent auf 300 Millionen Euro geben, "wenn Eltern und Großeltern in Spendierlaune bleiben", sagte Steffen Kahnt vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) in Köln, wo in zwei Wochen die weltgrößte Fachmesse für Kinderausstattung "Kind+Jugend" startet.

Bei der Baby- und Kinderbekleidung kam es im ersten Halbjahr 2009 zu einem leichten Umsatzrückgang. Deutlich im Minus lagen Kindermöbel.

Die Preise werden 2009 laut Spielwaren-Verband stabil bleiben: "Es sind definitiv nicht die Zeiten für Preiserhöhungen".

Händler für Kinderbekleidung rechnen mit Umsatzplus


Auch bei Kinderbekleidung "gibt es überhaupt keine Preiserhöhungen im Moment", sagte Jürgen Dax vom Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE).

Nach einem stabilen Jahr 2008 mit 2,7 Milliarden Euro Umsatz kam es in den ersten sechs Monaten 2009 zwar zu einem leichten Rückgang. Die große Mehrheit der Händler rechne aber laut Umfrage für das Gesamtjahr damit, die Umsätze zu halten oder leicht zu steigern.

Im Bekleidungsmarkt sei eine deutliche Aufspaltung zwischen Preiswert- und Discountkäufen einerseits und qualitäts- und markentreuen Kunden andererseits. Auf der Strecke blieb die mittlere Preisklasse, in der weniger angeboten wurde.

"Sensationeller Zuwachs"


Für die Spielwaren sprach der BVS von einem "sensationellen" Zuwachs: Während die Deutschen vor vier Jahren bei Geschenkanlässen im Durchschnitt 101 Euro für Kinderspielzeug in den ersten drei Lebensjahren ausgaben, waren es 2008 schon 143 Euro - rund 40 Prozent mehr. "Das Motto heißt: Lieber gut als viel schenken", betonte Kahnt.

Megatrend seien Bewegungsspielzeug wie Laufräder, aber auch Baby- Plüsch und Lernspielsachen wie Knisterbücher.

Chemikalien im Kinderwagen


Ergebnisse der Stiftung Warentest, die gesundheitsschädliche Chemikalien in Kinderwagen feststellte, werden dem "nicht gerade boomenden Geschäft mit Kinderwagen" 2009 zusetzen, sagte ein BTW- Sprecher.

Wenn die am stärksten bemängelten Wagen auch aus Asien stammten, so seien ebenso deutsche Hersteller und Lieferanten in der Pflicht. Die Umwelt- und Schadstoffvorschriften für Spielwaren sollten dem Verband zufolge auch für Kinderwagen gelten.

dpa

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