Dienstag 22.05.2012
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Praktiker-Markt: Solide Finanzlage
Durch die guten Geschäfte im April konnte Praktiker die Umsatzverluste aus dem ersten Quartal "weitesgehend ausgleichen", betonte Werner.
Auch der Mai verlaufe bisher gut für die Praktiker-Baumärkte, so dass das Unternehmen den Umfang der Kurzarbeit reduzieren konnte. Im März wurde an 81 Standorten die Arbeitszeit reduziert - mittlerweile gilt dieses Modell nur noch in fünf Filialen.
Kurzarbeit Beitrag für "verantwortungsvolle Personalplanung"
Werner verteidigte den Schritt der Kurzarbeit. "Als erster Einzelhandelskonzern haben wir das Tor zu einer verantwortungsvollen Personalplanung aufgestoßen, die in Krisenzeiten den Kostendruck auf das Unternehmen abzufedern, anderseits aber Qualifikation halten, Arbeitslosigkeit vermeiden und damit auch den sozialen Frieden bewahren hilft".
Es habe sich gezeigt, dass dieses Instrument in der Praxis extrem flexibel zu handhaben sei, sowohl in der zeitlichen Planung als auch in der organisatorischen Umsetzung.
Finanzlage solide
Der Konzernchef betonte, dass die Finanzlage das Unternehmens gut sei. An flüssigen Mitteln habe Praktiker Ende 2008 über rund 233 Millionen Euro verfügt, hinzu kämen eine syndizierte Kreditlinie von 200 Millionen Euro und vergleichsweise geringe Schulden.
"Weiterer Spielraum wurde erste jüngst mit der erfolgreichen Platzierung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 50 Millionen Euro hinzu gewonnen", sagte der Vorstandsvorsitzende.
Expansion nur aufgeschoben
Angesichts der nach wie vor unsicheren Gesamtwirtschaftslage sei es richtig gewesen, dass Praktiker eine Expansionspause im Ausland eingelegt habe. "Das bedeutet aber nicht, dass wir unsere Auslandsstrategie geändert haben. Wir halten das Potenzial der Märkte in Ost- und Südosteuropa unverändert für groß", versicherte Werner.
Eine Prognose für das Jahr 2009 wollte Werner wie schon auf der Bilanzpressekonferenz nicht geben. Stattdessen bekräftigte er die Erwartung des Managements, dass "wir auch bei einem rückläufigen Umsatz noch ein angemessenes positives Ergebnis erzielen können".
Deutschland-Geschäft bringt mehr ein
Werner erwartet immerhin, dass sich das Deutschland-Geschäft 2009 stabiler entwickeln werde als das internationale Geschäft und daher einen etwas höheren Anteil zum Umsatz und Ertrag des Konzerns beisteuern dürfte, als in den Jahren zuvor.
ges
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