Mittwoch 22.05.2013
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Energiesparlampen ersetzen die gute alte Glühbirne. Foto: Osram
So meldet etwa die Baumarkt-Kette Praktiker flächendeckend Restbestände in unterschiedlichen Wattstärken. Der Vorrat dürfte noch für mehrere Monate reichen, sagte ein Sprecher.
Auch beim Konkurrenten Obi sind noch Bestände aufzulösen. Das Unternehmen hat sich nach Angaben einer Sprecherin aber nicht eigens mit Blick auf den 1. September eingedeckt.
Kunden bleiben gelassen
Das ist das Datum, von dem an die stromfressenden Glühbirnen nicht mehr in die Geschäfte kommen dürfen. Händlern ist dann nur noch erlaubt, Restbestände zu verkaufen. Die vierte Stufe des EU-weiten Verbots trifft Birnen mit 40 Watt und weniger Leistung. Die stärkeren Leuchten wurden schon seit 2009 stufenweise aussortiert.
Die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn haben schon seit längerem in ihren Sortimenten den Schwerpunkt auf energiesparende Lampen gelegt, vor allem LED-Leuchten. Bei den Schwester-Unternehmen gebe es Glühbirnen allenfalls noch in einzelnen Märkten, teilte eine Sprecherin der Media-Saturn-Holding mit.
Die Kunden sehen das endgültige Aus für die Glühbirne gelassen - anders als beim Abschied von 60 und 75 Watt. "Wir konnten keine Hamsterkäufe feststellen", hieß es etwa bei Obi. Eine Sprecherin des SB-Warenhausbetreibers Real sagte, es sei auch nicht zu erwarten, dass die Verbraucher sich im letzten Moment noch im großen Stil eindecken.
Die kleineren Wattzahlen spielen für sie keine große Rolle, heißt es auf Herstellerseite beim Branchenführer Osram. Die 25-Watt-Lampe etwa sei hauptsächlich für Kunden interessant, die einen Kronleuchter bestücken wollen.
Keine Vorbestellungen des Handels
Bei Osram liege der Glühbirnen-Anteil am Umsatz nur noch im niedrigen einstelligen Bereich, sagte Sprecherin Nadine Kleinert. Der Handel habe dieses Mal auch keine größeren Mengen im Voraus bestellt, bei einigen Baumarkt-Ketten gebe es die klassische Glühbirne schon seit Juni nicht mehr.
Die Kunden weichen vor allem auf Halogenlampen aus, wie die Praktiker-Verkäufer beobachtet haben. Energiesparlampen seien weniger gefragt, weil sie als Sondermüll einen fragwürdigen Ruf hätten.
Stoßfeste Alternative
Wer von LED-Leuchtmitteln, Halogen- und Energiesparlampen nichts hält und auf Glühbirnen-Licht nicht verzichten will, dem bleiben noch stoßfeste Spezialglühbirnen. Sie werden bislang etwa im Bergbau oder auf Schiffen in die Lampenfassungen geschraubt und dürfen weiter in den Handel.
Sie sind mit Preisen von zwei bis weit über zehn Euro aber deutlich teurer als Glühbirnen und verbrauchen dennoch genauso viel Strom. Und sie sind meist nicht leicht zu finden. Media-Markt, Saturn und Real etwa führen sie nach eigenen Angaben nicht.
dpa
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