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BIOHANDEL | 07.08.2009

Absatz von Bio-Lebensmitteln bricht ein

Der Boom beim Verkauf von Bioprodukten ist vorerst vorüber. Angesichts der Wirtschaftskrise knausern die Verbraucher. Am meisten betroffen davon ist der Lebensmittelhandel.

Bio-Banane

Bio-Banane: "Kein Selbstläufer"

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Verbraucher greifen in der Wirtschaftskrise seltener zu Biprodukten, zudem achteten sie mehr auf die Preise als noch im Vorjahr, berichtete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Freitag in Nürnberg.

Im ersten Halbjahr hätten dadurch Verbraucher für Biolebensmittel und Biogetränke vier Prozent weniger als vor einem Jahr ausgegeben. Zwei Prozent davon resultierten aus gesunkenen Preisen, zwei Prozent aus Absatzrückgängen, berichteten die Konsumforscher. Die Studie basiert auf der regelmäßigen Untersuchung des Kaufverhaltens von rund 30.000 deutschen Haushalten.

Lebensmittelhandel verliert sechs Prozent


Besonders stark sei der Lebensmitteleinzelhandel von dem Umsatzeinbruch betroffen. Dort schlage der Negativ-Trend mit einem Umsatzminus von sechs Prozent zu Buche.

Der Rückgang sei vor allem durch sinkende Preise verursacht. Vor allem bei Discountern hätten starke Preissenkungen bei Bioprodukten kaum zu einem Absatzplus geführt. "Dies zeigt, dass Bio kein Selbstläufer mehr ist. Die Verbraucher werden künftig kritischer überlegen müssen, ob ihnen die ökologische Herkunft eines Produkts eine Mehrausgabe wert ist", heißt es in einer GfK-Mitteilung.

Stärkerer Preisvergleich


Nach GfK-Erkenntnissen haben sich im ersten Halbjahr vor allem einkommensschwächere Haushalten bei Bio-Lebensmitteln zurückgehalten.
Wenn sie dennoch nach Bioprodukten gegriffen haben, verglichen sie stärker als früher die Preise. Dadurch ergebe sich in diesem Verbrauchersegment ein Umsatzminus von 15,5 Prozent.

Dagegen kauften Haushalte mit guten Einkommen im Schnitt nur 0,5 Prozent weniger Bioprodukte als im ersten Halbjahr 2008. Zudem geben sie dafür 1,1 Prozent mehr Geld aus. Sie hätten damit recht unsensibel auf Preisveränderungen reagiert.

dpa

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