Unternehmen & Märkte

FAIRER HANDEL | 01.01.2013

Das 21. Fairtrade-Jahr beginnt

2012 feierte die Siegelorganisation TransFair das zwanzigste Fairtrade-Jubiläum in Deutschland - und hat voraussichtlich eine wichige Umsatzmarke geknackt. 2013 geht die faire Reise weiter.

Fairtrade-Kämpfer Overath: Umsätze legten 2012 zu. Foto: Engelhardt

Fairtrade-Kämpfer Overath: Umsätze legten 2012 zu.

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TransFair-Chef Dieter Overath sieht etwas abgekämpft aus: Es ist Ende Dezember 2012 und er hat gerade eine wichtige Partie im internen Kicker-Wettbewerb verloren. Davor leitete er die letzte Pressekonferenz des Jahres von TransFair, der Organisation, die das Fairtrade-Siegel in Deutschland vergibt. Dort hatte er mal wieder Erfolge zu vermelden.

"Wir werden 2012 voraussichtlich die Halbe-Milliarde-Euro-Umsatzmarke knacken", freute sich Overath. Zudem konnte er anhand einer umfassenden Studie die positiven Auswirkungen des Fairen Handels für Entwicklungsländer beweisen - mehr Infos dazu hier. Im Jahr 2013 soll die Fairtrade-Erfolgsgeschichte weitergehen.

Stress im Jubiläumsjahr


Im Jubiläumsjahr 2012 hatte das relativ kleine TransFair-Team in der Kölner Zentrale ein großes Arbeitspensum abzuleisten: Am 20. jedes Monats gab es eine Extra-Aktion, um Fairtrade in Deutschland bekannter zu machen. Das reichte vom "Fairen Frühstück" über die bereits bekannte "Faire Woche" bis hin zur Ausrufung mehrerer Städte gleichzeitig zu "Fairtrade Towns".

Das hat sich offenbar gelohnt: In den ersten drei Quartalen 2012 ist der Absatz um rund 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf über 34.000 Tonnen gestiegen.

Vor allem die Fairtrade-Rosen sind eine echte Erfolgsstory in Deutschland geworden: Zunächst von Rewe forciert, werden sie mittlerweile auch bei Händlern wie Edeka, Netto und Tegut verkauft. "Faire Rosen nähern sich einem Marktanteil von 20 Prozent am gesamten deutschen Rosenhandel", freut sich TransFair-Chef Overath.

Viel Potenzial vorhanden


Ein weiterer Erfolg: Der Absatz von Fairtrade-Bananen, der zuletzt eingebrochen war, stieg nicht zuletzt dank neuen Handelspartnern, etwa Aldi, wieder deutlich an.

Doch Overath sieht noch viel Potenzial in Deutschland - etwa im Kakaosektor, wo  noch kein großer Markenartikler sich dem Fairtrade-System angeschlossen hat. "Da muss was passieren", fordert der TransFair-Chef.

So glücklos Overath beim Kicker-Spiel 2012 war, so erfolgreich bleibt die Karriere des Fairen Handels in Deutschland, mit zuletzt jährlichen zweistelligen Zuwachsraten. 2011 etwa war der Fairtrade-Umsatz in Deutschland um fast ein Fünftel gewachsen.

2013 soll an diese Erfolgstradition anknüpfen - auch dadurch, dass die Palette von Fairtrade-Produkten immer breiter wird: Nach Textilien erweitern Schmuck, Möbel und sogar Grabsteine das Angebot.

Marcelo Crescenti

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