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E-COMMERCE | 30.07.2009

Otto entschuldigt sich bei Laptop-Kunden

Durch eine Panne hatte Otto.de teure Mac-Notebooks für nur 49,90 Euro angeboten. Jetzt entschuldigt sich der Versandhändler bei den Bestellern. 

Foto: Otto-Group

Vorstandssprecher Dr. Rainer Hillebrand entschuldigt sich persönlich für den Fehler

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So klingt das, wenn sich das Versandhaus Otto sich bei seinen Kunden entschuldigt: "Otto hat einen Fehler gemacht. Otto bedauert dies außerordentlich. Otto entschuldigt sich aufrichtig bei 2.565 Kunden!"

So heißt es in einer Pressemitteilung des Handelskonzerns aus Hamburg. "Wir entschuldigen uns bei den Kunden für dieses wirklich bedauerliche Versehen", betont auch noch einmal der Sprecher des Otto-Vorstands, Dr. Rainer Hillebrand. "Uns tut dieser Fehler aufrichtig leid und wir versprechen, dass wir alles tun, damit sich dieser Fehler nicht wiederholt".

Falsche Preise zur richtigen Ware


Was war passiert? In seinem Online-Shop unter Otto.de hatte der Händler am Dienstag unter anderem das edle MacBook Air von Apple zum Super-Schnäppchenpreis von 49,95 Euro angeboten.

Einige Kunden berichteten in Internetforen, dass Otto ihnen eine Auftragsbestätigung zu dem Preis geschickt hat. So wurden innerhalb weniger Stunden von 2.565 Bestellern insgesamt 6.534 Notebooks der Marken Apple, Acer, Fujitsu Siemens, Medion, HP und Sony bestellt, bevor die falsche Preisauszeichnung behoben werden konnte. Der Renner war nach Angaben von Otto das Apple Mac Book.

"Fehler sind menschlich"


"Entstanden ist die Panne durch einen Zubehör-Dateneingabefehler. Fehler sind menschlich", heißt es nun aus der Pressestelle. Als Trostpflaster erhalte jeder Besteller
einen Warengutschein in Höhe von 100 Euro und kann an der Verlosung von 50 Mac Books Air teilnehmen.

Rechtlich ist die Sache aus Sicht von Otto eindeutig: "Allein aufgrund des Eingangs einer Bestellung und unserer Bestätigung, dass die Bestellung bei uns eingegangen ist, ist noch kein Vertrag über den Erwerb eines unserer Produkte zustande gekommen. Wie den Bestellbestätigungen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Otto zu entnehmen ist, wird ein Kaufvertrag erst mit Zugang der Ware beim Kunden wirksam." Auch Verbraucherschützer bestätigen, dass das Handelsunternehmen das Recht auf seiner Seite hat.

Trostpflaster für die entgangenen Freuden


"Doch was nützt die rechtliche Bewertung den Kundinnen und Kunden, die sich so sehr über den unglaublichen Preis gefreut haben und nun leer ausgehen", fragt sich der Händler in der Pressemitteilung selbstkritisch.

Deshalb hält Otto zwei dicke Trostpflaster bereit: Jeder Besteller erhält einen Warengutschein in Höhe von 100 Euro mit einem persönlichen Entschuldigungsschreiben. Darüber hinaus bekommt jeder Besteller zusätzlich die Chance auf einen Laptop: Otto verlost 50 Apple Mac Books im Wert von je 1.699,99 Euro.

Eine kleine Randbemerkung: Auch bei der Entschuldigungs-Pressemitteilung schlich sich ein Fehler ein, jedoch diesmal zu Gunsten der Kunden: In der ersten Mail wird ein Warengutschein in Höhe von 49,95 Euro versprochen. Tatsächlich sind es aber 100 Euro.

wim

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