Unternehmen & Märkte

EINZELHANDEL IN SÜDAFRIKA | 24.05.2010

Hoffnungsträger Fußball-WM

Die Konsumlaune der Südafrikaner wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Die Fußball-WM soll nun endlich auch den dortigen Onlinehandel in Schwung bringen. 

Fußball-WM: Südafrikanische Händler hoffen auf gute Umsätze. (Foto: Präsidialamt Südafrika)

Fußball-WM: Südafrikanische Händler hoffen auf gute Umsätze.

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Die Verkaufserlöse im südafrikanischen Einzelhandel werden in den kommenden fünf Jahren von 64 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 auf 106 Milliarden US-Dollar steigen, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen yStats.com. Als Gründe hierfür werden das Wirtschaftswachstum und die sinkende Arbeitslosigkeit genannt.

Auch die Pro-Kopf-Konsumausgaben werden von 4.260 Dollar im Jahr 2009 auf 6.252 Dollar im Jahr 2014 klettern, was sich unter anderem auf die wachsende Zahl der Touristen und ihrer Ausgaben zurückführen lässt.

Im Jahr 2009 hat sich dieser Trend zwar verlangsamt, allerdings gewinnt er 2010 durch die Fußball-WM wieder an Dynamik. Die größten südafrikanischen Einzelhandelsketten sind 2010 gerade einmal unter den größten 250 der Welt zu finden. Mit Platz 130 erzielte die Shoprite Holdings Ltd. das beste Ergebnis.

Onlinehandel als Wachstumsmotor


Obwohl die Internetnutzung in Südafrika während der vergangenen Jahre rasant angestiegen ist, bleibt der Onlinehandel im weltweiten Vergleich relativ unbedeutend. 2009 nutzten in Südafrika lediglich 4,6 Millionen Menschen das Internet, weniger als beispielsweise in Marokko, Nigeria oder Ägypten mit jeweils 10 Millionen Nutzern.
 
Wie die Zahlen im "South Africa Retail, Home-Shopping, E-Commerce Report" von yStats.com zeigen, betrug der südafrikanische Onlinehandel Ende 2009 sogar weniger als ein Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes. Auch nutzten nur wenige Südafrikaner Teleshopping-Angebote.

Allerdings erwarten die Onlinehändler im Jahr der Fußball-WM ein gesundes Umsatzwachstum. So erzielten Internetshoppingseiten wie kalahari.net bereits im vergangen Jahr Wachstumsraten von 20 Prozent bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

DH

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