Unternehmen & Märkte

FAHRRADHANDEL | 28.08.2012

Fahrradhändler setzen auf zweite Jahreshälfte

In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es einen starken Rückgang bei den Verkäufen von Fahrrädern. Die Branche klagt trotzdem nicht, denn die Preise steigen - und das gute Wetter hilft.

Es wurden weniger Fahrräder verkauft, dafür steigt der Anspruch der Kunden. Foto: Thule

Es wurden weniger Fahrräder verkauft, dafür steigt der Anspruch der Kunden. Foto: Thule

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Das unbeständige Frühlingswetter hat im ersten Halbjahr die Umsätze der Fahrradbranche gedrückt. Knapp 2,93 Millionen Fahrräder und E-Bikes sind zwischen Januar und Juni 2012 von der Industrie an den Handel in Deutschland geliefert worden, meldet der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) - rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt sind nach Branchenschätzungen bis zu fünf Prozent weniger Räder in Deutschland verkauft worden. Das gute Wetter seit Juli lasse jedoch auf eine gute zweite Jahreshälfte hoffen, sagte ZIV-Geschäftsführer Siegfried Neuberger am Dienstag vor der Messe "Eurobike" in Friedrichshafen am Bodensee.

Die Menge der produzierten Räder und E-Bikes habe ebenfalls abgenommen: 1,7 Millionen wurden im im ersten Halbjahr in Deutschland hergestellt, rund 2,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2011.

Deutsche Räder im Ausland begehrt


Im Ausland sind deutsche Fahrräder aber nach wie vor gefragt: Der Export stieg nach Angaben des ZIV um 6 Prozent auf 708.000 Stück. Die wichtigsten Abnahmeländer waren die Niederlande, Frankreich, Österreich und Polen. Eingeführt wurden mit 1,95 Millionen knapp 0,84 Prozent mehr Räder - vor allem aus Kambodscha, Polen, Taiwan und Litauen.

Der Fahrradeinzelhandel, der 70 Prozent des Geschäftes in Deutschland ausmacht, zeigte sich im Vorfeld der "Eurobike" zufrieden: "Die Unternehmen verkauften im letzten Jahr rund 4 Millionen Fahrräder und erzielten damit einen Umsatz von 2 Milliarden Euro", sagte der Geschäftsführer des Verbands des Deutschen Zweiradhandels, Thomas Kunz.

Preise steigen an


Zwar sei die Stückzahl der verkauften Fahrräder gleichgeblieben, sagte Kunz. "Aber der Wert des verkauften Rades ist gestiegen." Der Durchschnittspreis bei Fahrrädern lag im vergangenen Jahr bei 500 Euro, im Jahr davor waren es 460 Euro. Die Steigerung habe vor allem an den teureren E-Bikes gelegen, die nach wie vor im Trend lägen.

Mit dem Absatz von Fahrradbekleidung, Ersatzteilen und Werkstattleistungen belaufe sich der Gesamtumsatz der Fachhändler auf 3,45 Milliarden Euro - das entspreche laut Statistischem Bundesamt einem Umsatzzuwachs von 6,4 Prozent.

Bei der Eurobike treffen sich von diesem Mittwoch (29.August) bis zum 1. September rund 1250 Aussteller aus 49 Ländern mit Händlern und Experten der Branche. Die Veranstalter rechnen mit rund 40.000 Fachbesuchern.

dpa

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