Donnerstag 02.09.2010

Unternehmen & Märkte

FAIRTRADE | 01.11.2009

Fairer Handel trotzt Wirtschaftskrise

Die Deutschen geben trotz Krisenstimmung weiter Geld für fair gehandelte Produkte aus. Von der Wirtschaftskrise merkt dieser Bereich nichts, sagt ein Handelsexperte.

Fairtrade-Produkte: Wachstum voraus

Fairtrade-Produkte: Wachstum voraus

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"Ich glaube, dass Menschen, die Fairtrade-Produkte kaufen, das auch weiterhin tun werden", sagt Jürgen Sokoll vom Verein „Eine Welt Netz NRW".

2008 erzielte die Branche bundesweit ein Umsatzplus von 50 Prozent. Mit fair gehandelten Produkten von Kaffee über Bananen bis zu Rosen und Textilien wurden Erlöse von 213 Millionen Euro erzielt.

Hoffnung auf Einsicht bei Konsumenten


Grund für die positive Prognose des Experten sei die Art des Wirtschaftens: "Beim fairen Handel ist transparent, wo das Geld herkommt und wo es hingeht. Der umgekehrte Fall hat unter anderem zur Finanzkrise geführt." Sokoll: "Meine Hoffnung ist, dass die Krise allen die Augen öffnet, dass nur auf Gewinn orientiertes Handeln keine Zukunft hat."

Dass sich Menschen in Ländern mit geringeren Einkommen teurere Nahrungsmittel nicht mehr leisten könnten, bezeichnete der Experte als "exorbitantes Problem". Im fairen Handel hingegen werde den Produzenten ein Mindestpreis garantiert - egal, wie tief der Welthandelspreis fällt. Damit könne sich später auch der Kunde auf stabile Preise verlassen.

dpa

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